Der Gewerbeverein Sillenbucher Meile hat eine neue Führungsriege. Das Vorstandsteam will Bewährtes fortführen – hat aber auch Ideen, wie Veranstaltungen künftig aufgepeppt werden können.

Die Sillenbucher Meile, der Verein der Händler und Gewerbetreibenden im Stadtteil, hat sich neu aufgestellt. Meike Zinsstag (52), Augenoptikermeisterin und Inhaberin des Optikergeschäfts, das ihren Nachnamen trägt, hat den Vorsitz übernommen. Das war bereits vor einigen Monaten, jüngst – nach einer Coronapause – wurden nun auch ihre beiden Stellvertreterinnen gewählt: Katja Ross (51), die Inhaberin der Modeboutique Goldkind, und Susanne Schallmeir (57), Immobilienmaklerin aus dem Unternehmen Wohnbau-Studio.

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Das Führungstrio startet „mit Vollgas“, wie Katja Ross sagt, denn Veranstaltung Nummer 1 steht bereits bevor. Das erste Sommerfest seit dem Ausbruch der Pandemie steigt am 26. Juni. Unter dem Motto „Sillenbuch in Weiß“ wird zwischen 11 und 19 Uhr auf der Kirchheimer Straße gefeiert. Von 12 bis 17 Uhr werden auch die beteiligten Geschäfte öffnen. Das Sommerfest soll nach dem bereits bekannten Muster ablaufen: weiße Deko, weißer Dresscode, Essensbuden und mehr auf der Straße. Grundsätzlich hat das neue Vorstandsteam aber viele Ideen, wie man künftige Veranstaltungen in Sillenbuch noch etwas aufpeppen könnte: mit einer Straßenparty plus DJ, mit einem Flohmarkt oder einer vielseitigeren Fest-Gastronomie, „damit die Leute Spaß haben zu kommen und zu bleiben“, sagt Katja Ross. „Ein bisschen jünger, ein bisschen attraktiver“, fügt Meike Zinsstag hinzu. Auch Kooperationen mit anderen Stadtteilen, Shuttle-Service inklusive, können sie sich vorstellen.

Sie wollen der Meile frischen Wind einhauchen

Neue Social-Media-Auftritte, Sonderaktionen im Advent, straffere Vereinssitzungen: Die Frauen haben sich vieles überlegt, wie man der Meile frischen Wind einhauchen könnte, denn, das betonen alle drei, etwas mehr Schwung und Tatendrang täten dem Verein gut. Die Voraussetzungen sind günstig. „Es gibt wenige Stadtteile, in denen so ein Potenzial steckt“, sagt Susanne Schallmeir. Tatsächlich: Leerstand oder Fluktuation gibt es in Sillenbuch kaum. Der Handel im Stadtteil ist vielseitig und wirkt gesund. Wünsche gibt es trotzdem. Meike Zinsstag etwa sähe gern Ladesäulen für E-Fahrzeuge an der Kirchheimer Straße, „weil das zur Attraktivität des Stadtteils beiträgt“.

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Zunächst gelte es aber, den Verein wieder besser aufzustellen. In der jüngeren Vergangenheit seien viele Mitglieder ausgetreten, unter anderem aus Kostengründen, „die versuchen wir zurückzugewinnen“, sagt Meike Zinsstag. Die Manpower werde benötigt – in puncto anpacken und in puncto Impulse. „Wir sind froh, wenn Leute neue Ideen einbringen“, sagt sie. Helfende Hände würden gebraucht, gerade bei Veranstaltungen wie dem bevorstehenden Sommerfest. „Wir haben alle Fulltime-Jobs. Wenn jeder etwas macht, kann man viel bewegen“, erklärt Katja Ross. Seinen Antrittsbesuch bei den Gewerbetreibenden in Sillenbuch hat das Trio jedenfalls bereits absolviert. Katja Ross sagt: „Es wurde positiv aufgenommen, dass wir drei Frauen sind.“