Fridays for Future und Kesselbambule Klimaschützer gehen auch in Stuttgart auf die Straße

Von Josef Schunder 

Drei Demonstrationszüge und eine Kundgebung vor dem Hauptbahnhof: Die Klimaschützer machen auch in Stuttgart wieder mobil. Das Bündnis Kesselbambule will im Anschluss an die Demonstrationen von Fridays for Future noch ein bisschen weitermachen.

So sah es beim globalen Klimastreik im September auf dem Stuttgarter Schlossplatz aus. Jetzt gibt es wieder einen Aufruf. Foto: dpa/Sebastian Gollnow
So sah es beim globalen Klimastreik im September auf dem Stuttgarter Schlossplatz aus. Jetzt gibt es wieder einen Aufruf. Foto: dpa/Sebastian Gollnow

Stuttgart - Die Protestbewegung Fridays for Future möchte an diesem Freitag, 29. November, auch in Stuttgart massenweise Demonstranten auf die Straße bringen. Wie in 482 anderen Städten rund um den Globus plane man auch hier Aktivitäten für den vierten weltweiten Aktionstag für Klimagerechtigkeit, teilte die Stuttgarter Gruppe mit. Die Stoßrichtung: „Das lächerliche Klimapäckchen“ der Bundesregierung müsse erneuert werden, weil damit „jegliche Bemühungen im Kampf für Klimagerechtigkeit blockiert werden“, sagte Miriam Siebeck, Schülerin und Organisatorin des Protestes in Stuttgart. Um 12 Uhr sollen sich mehrere Demonstrationszüge in Richtung Hauptbahnhof in Bewegung setzen: am Nordbahnhof, am Hölderlinplatz im Stuttgarter Westen und am Erwin-Schoettle-Platz in Heslach. Vor dem Hauptbahnhof ist um 13.30 Uhr eine Kundgebung mit Musikbeiträgen von Raggabund und Milky Chance geplant. Voraussichtliches Ende: 15 Uhr.

Ein Bündnis kritisiert den „fossilen Kapitalismus“

Auch Paula Bär, Sprecherin des Bündnisses Kesselbambule in Stuttgart sagte, das geschnürte Klimapaket könne man nur als „Arbeitsverweigerung“ der Bundesregierung betrachten. Das Bündnis will im Anschluss an die Demonstration von Fridays for Future mit eigenen Protesten darauf aufmerksam machen, dass seiner Meinung nach die wachstums- und profitorientierte Wirtschaftsweise von Unternehmen einen echten Klimaschutz verhindere und die globale Klimakrise befeuere. Motto: „Dem fossilen Kapitalismus den Stecker ziehen!“ Man wolle einen Profiteur der Klimakrise blockieren und bei ihm den Normalbetrieb stören, heißt es in einem Aufruf im Internet.

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