Glosse Wespen versus Mobilfunk

Von nie/wei 

In Winterbach haben Wespen einen Monat lang verhindert, dass das gestörte Mobilnetz wieder gerichtet wird. Doch es gibt Grund zur Hoffnung: Spätestens im Herbst erledigt sich das Problem von alleine.

In Winterbach haben Wespen Telekom-Mitarbeiter behindert – und zwar ziemlich lange. Foto: dpa
In Winterbach haben Wespen Telekom-Mitarbeiter behindert – und zwar ziemlich lange. Foto: dpa

Winterbach - In Winterbach (Rems-Murr-Kreis) hat – zumindest indirekt – ein Wespennest an einem Verteilerkasten der Telekom zu Störungen des mobilen Internets geführt. Nachdem Ende Juli ein Bauteil in einem Kabelverteiler am Winterbacher Marktplatz defekt war, konnten die Kunden in großen Teilen des Orts weder mobil telefonieren noch im Internet surfen. Auch die Leitung zu einer Antenne an der Michaelskirche, die den flächendeckenden mobilen Empfang ermöglicht, war unterbrochen.

Die Schädlingsbekämpfung war da – das Netz ist immer noch nicht stabil

Der Mobilfunkanbieter beauftragte Techniker, den Schaden zu beheben – doch da Wespen den Verteilerkasten in Beschlag genommen hatten, konnten diese nicht mit der Arbeit beginnen. Rund einen Monat lang mussten Kunden warten, ohne dass sich etwas tat. Ein Sprecher der Telekom räumte gegenüber der Lokalzeitung ein, bei der „Abstimmung zwischen Telekom und Schädlingsbekämpfung“ habe es „Probleme gegeben“. Am Dienstag war ein Schädlingsbekämpfer am Werk, die Techniker konnten ihre Arbeit tun. Jedoch: mit dem Netz in Winterbach gibt es noch immer Schwierigkeiten.

Bleibt zu hoffen, dass jetzt keine stachelbewehrten Insekten mehr dazwischen funken. Falls sich in diesem Fall auf die Schnelle wieder kein Schädlingsbekämpfer finden sollte, rät ein Fachmann aus der Region, bis zum Herbst zu warten: Dann flögen die Wespen aus und man könne das leere Nest entsorgen. Und – im allerbesten Falle – auch wieder telefonieren.