Grabkapelle in Stuttgart Das sind die Pläne für die neue Saison

Die Grabkapelle muss deutlich weniger Besucher verkraften. Foto: dpa/Jan-Philipp Strobel
Die Grabkapelle muss deutlich weniger Besucher verkraften. Foto: dpa/Jan-Philipp Strobel

Auch die Grabkapelle auf dem Württemberg musste während der Coronapandemie einen Besucherrückgang verkraften. Nun ist die neue Saison eröffnet – und die Vorfreude groß.

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Stuttgart - Die Grabkapelle auf dem Württemberg musste seit Corona kräftig Federn lassen, ist aber im Vergleich mit anderen Monumenten der Staatlichen Schlösser und Gärten (SSG) noch immer eine „Insel der Seligen“, was die Besucherzahlen angeht. Das sagte SSG-Geschäftsführer Michael Hörrmann am Dienstag anlässlich der offiziellen Saison-Eröffnung der Grabkapelle.

Neues Freizeitverhalten

Bereits seit dem 3. Juni dürfen Besucher wieder kommen, geöffnet ist die Kapelle mittwochs bis sonntags und an Feiertagen zwischen 11 und 16 Uhr. Mit 76 Prozent fiel der Besucherrückgang im Vergleich zum Rekordjahr 2019 an der Grabkapelle etwas weniger heftig aus als andernorts. Insgesamt müsse sich der Kulturtourismus aber strecken, um nicht ins Hintertreffen zu geraten, sagte Hörrmann. Durch die Pandemie justierten die Menschen ihr Freizeitverhalten neu, die staatlichen Monumente stünden in Konkurrenz mit Freizeitangeboten wie Museen, Schwimmbädern oder Freizeitparks.

Exotik-Wein passend zum Saisonthema

Trotz dieser Herausforderungen verbreiteten Hörrmann, die Kapellenverwalterin Christiane Grau und Martin Kurrle, der Geschäftsführende Vorstand des Collegium Wirtemberg, keineswegs Tristesse. Ganz im Gegenteil: Die Vorfreude auf die Saison ist spürbar. Kurrle steuert passend zum diesjährigen Saisonthema „Exotik“ einen „Exotik Rosé“ aus Muskat-Trollinger-Trauben bei. Den Wein können Besucher im „1819 Bistro am Wirtemberg“ genießen, das nun seit einem Jahr in Betrieb ist und sich laut Hörrmann zu einem echten Gewinn für den Standort entwickelt hat. „Wen die Historie nicht reizt, den reizt vielleicht die Schorle“, so Hörrmann.

Das Beste aus dem Coronajahr gemacht

Trotz widriger Bedingungen habe man das Beste aus dem Corona-Jahr gemacht, resümierte Christiane Grau. Besonderen Anklang hätten die Eins-zu-eins-Konzerte gefunden, bei denen Musiker exklusiv für einzelne Besucher aufspielten. Auch die von Ex-VfB-Star Timo Hildebrand eingesprochene Audio-Führung kam gut an. Führungen, Konzerte und Veranstaltungen finden bis auf Weiteres hauptsächlich digital statt – so etwa ein Live-Konzert mit DJs am 3. August, dass auf der Facebook-Seite der SSG gestreamt wird.




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