Großbaustelle in Gerlingen Die Eröffnungen rücken näher

Von  

Im Träuble-Areal wird auf der größten Baustelle der Stadt fleißig gearbeitet. Die Verzögerungen, beispielsweise durch Pannen, sind aber nicht mehr aufzuholen. Der Supermarkt öffnet am 13. März.

Viele Wohnungen im „Neuen Träuble“ sind schon bewohnt. Weitere Einrichtungen werden im Januar bezogen, die Demenz-Tagesstätte ist bereits in Betrieb. Foto: factum/Simon Granville
Viele Wohnungen im „Neuen Träuble“ sind schon bewohnt. Weitere Einrichtungen werden im Januar bezogen, die Demenz-Tagesstätte ist bereits in Betrieb. Foto: factum/Simon Granville

Gerlingen - Im Frühjahr/Sommer 2019 hätte alles fertig sein sollen. So lautete die Planung bei der Grundsteinlegung für das „Neue Träuble“ im Herbst 2017. Doch dieser Termin war für die größte Baustelle in Gerlingen nicht zu halten. Jetzt, da der Herbst vorbei ist, sind diverse Eröffnungen für die Zeit von Ende Januar 2020 an terminiert. Am 13. März, einem Freitag, soll der Supermarkt seine Tore öffnen.

Der Winter beginnt nach dem Kalender am kommenden Sonntag – und viele neue Bewohner des Träuble verbringen die ersten Wintertage bereits in ihren Wohnungen. Auf dem Areal sind in acht Häusern rund 60 Wohnungen errichtet worden. Etwa drei Viertel davon seien bereits bezogen, berichtet der Architekt Karl Grob jetzt unserer Zeitung. Die Tagesstätte für Demenzkranke hatte bereits am 21. September eröffnet. Die anderen Einrichtungen folgen: die Polizeistation, der Bürgertreff, der Supermarkt.

Die Verzögerungen seien durch die Verkettung mehrerer Umstände entstanden, berichtet Karl Grob, dessen Büro das Projekt geplant hatte. So habe es zu Beginn der Arbeiten länger als geplant gedauert, die Baugrube zu sichern. Dann gab es Mitte Februar 2018 einen Unfall auf der Baustelle: Ein etwa 350 Quadratmeter großes Teil der Tiefgaragendecke war bei Betonierarbeiten eingestürzt. Personen kamen nicht zu Schaden, der Schaden belief sich auf eine sechsstellige Summe.

Monate hinter dem Zeitplan

Die Baufirma habe zwar versucht, die Zeit wieder aufzuholen, so Karl Grob, es seien aber noch andere verzögernde Umstände hinzu gekommen. So sei man in diesem Jahr weitere Monate hinter den Zeitplan geraten, weil sich einige Handwerker als unzuverlässig herausgestellt hätten. „Insgesamt hat sich das auf ein halbes Jahr summiert“, so Grob. Diese Zeit hatte er als Reserve geplant. Dafür seien viele Wohnungen bereits bezogen.

Die Polizei berichtet, sie könne ihre neue Dienststelle wie vorgesehen im Januar übernehmen. Bis zu sieben Beamte werden moderne Arbeitsräume vorfinden. Der Bürgertreff, bisher im Alten Rathaus untergebracht, wird frühestens im Februar umziehen. „Die Schlüsselübergabe ist für Freitag, 31. Januar, geplant“, berichtet der Vorsitzende des Bürgertreff-Vereins, Jürgen Dautel. „Das wird wohl die letzte Amtshandlung von Bürgermeister Georg Brenner.“ Dieser tritt bekanntlich zum 1. Februar in den Ruhestand. Der erste Öffnungstag sei noch nicht definiert. Wie man den Umzug organisiere, so Dautel, „besprechen wir nach Weihnachten“. Der Bürgertreff bekomme zwar eine neue Einrichtung, vieles müsse aber doch mit umgezogen werden – nicht nur Geschirr, Gläser und Spiele.

Zwei Gewerbeeinheiten noch frei

Ein Sprecher des Wohnbauunternehmens Epple aus Heidelberg berichtet, von fünf Gewerbeeinheiten im Erdgeschoss seien zwei noch frei. In eine werde ein Friseur einziehen. Eine Penthousewohnung werde verkauft, wenn sie fertig sei.

Der Supermarkt wird von einem in der Region bekannten Lebensmittelhändler bewirtschaftet: Für David Matkovic ist es der vierte Standort für Edeka-Märkte. Die drei bestehenden sind in Ditzingen, dem Stadtteil Kallenberg von Korntal-Münchingen und in Asperg. Die Planung für seinen neuen Laden mit 1300 Quadratmetern sei im Zeitplan, betont der Unternehmer. Die Eröffnung werde am 13. März stattfinden, der Supermarkt montags bis samstags von 8 bis 21 Uhr geöffnet sein und 40 Arbeitsplätze bieten.

Im sozialen Netzwerk Facebook hatte es in den vergangenen Tagen eine Diskussion über die Verzögerung insgesamt gegeben. Und es wurde über abzusehende Verkehrsprobleme debattiert. In der Tiefgarage unter dem Gesamtkomplex werden 187 Stellplätze angeboten. Davon sind 63 für den Supermarkt, 30 werden von der Stadt gegen Parkgebühr zur Verfügung gestellt, und der Rest ist reserviert für die Bewohner und die Gewerbemieter.




Veranstaltungen

Unsere Empfehlung für Sie