Auch eine Nacht drüber schlafen hat die dunkle Stimmung von Mona Binder nicht aufgehellt, die Trainerin der Handballerinnen des SV Leonberg/Eltingen war am Sonntag noch konsterniert ob des blutleeren Auftritts ihrer Schützlinge beim 29:31 (14:13) gegen den VfL Nagold. „Wenn man 29 Tore in einer harzfreien Halle erzielt, ist das nicht schlecht“, sagte sie, „doch wir haben in der Abwehr zu keiner Zeit den nötigen Zugriff gefunden.“ Mit der ersten Niederlage haben die SV-Frauen Boden auf Primus SG BBM Bietigheim II verloren, dabei hatte die Mannschaft propagiert, im Kampf um den Aufstieg ein Wörtchen mitreden zu wollen.
Team fällt dreimal auf Variante herein
In Nagold waren die Wildcats brav wie Kätzchen. In der Abwehr fanden sie nie die Aggressivität, um den Gegner zu bremsen – dabei hatte Mona Binder in der Vorbereitung mehrfach auf Spielzüge des VfL hingewiesen. „Dreimal sind wir auf eine uns bekannte Freiwurf-Variante reingefallen“, grollte die Trainerin, „das geht gar nicht.“ Auch nach einer Drei-Tore-Führung (34.) fanden die Leonbergerinnen nicht zu ihrer Normalform und machten „alles falsch, was man falsch machen kann“, meinte Mona Binder, die lediglich Simona Schmaderer von ihrer deutlichen Kritik ausnahm und den Blick nach vorn richtete: „Das haken wir ab, lernen daraus und machen es künftig besser.“ Soll heißen: Die Wildcats sollten sich bis zum nächsten Match an ihre Krallen erinnern. SV Leonberg/Eltingen: Thellmann – Schmaderer (12), H. Binder (6/3), Delic (4), Conzelmann (2), Berkemer (2), Knapp (1), Thines (1), Bergthold (1).