Haushalt in Lichtenwald Die Finanzen sind solide

Die Kläranlagen – hier Thomashardt – müssen für die Phosphor-Elimination ausgerüstet werden. Im Etat sind dafür 270 000 Euro eingestellt. Foto: Peter Stotz

Die Verwaltung der Gemeinde Lichtenwald legt einen ausgeglichenen Haushaltsplanentwurf vor. Bessere Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen Gremium und Verwaltung angemahnt.

Die Lichtenwalder Verwaltung hat dem Gemeinderat den Entwurf eines ausgeglichenen Haushalts für das laufende Jahr vorgelegt. Der Gemeindekämmerer Steffen Mayer rechnet mit Erträgen und Aufwendungen in Höhe von rund 6,5 Millionen Euro. Aufgrund der Investitionsvorhaben in Höhe von rund 1,1 Millionen Euro ergibt sich ein Finanzierungsbedarf von 140 000 Euro, die liquiden Mittel werden sich daher bis zum Jahresende auf etwa 1,7 Millionen Euro reduzieren.

 

„Mehr auf Kante genäht kann ein ausgeglichener Haushalt kaum sein“, kommentierte Bürgermeister Ferdinand Rentschler die Zahlen des Entwurfs für den Gemeindehaushalt 2023. So weist das ordentliche Ergebnis ein Plus von 4000 Euro aus, „und das ohne schmerzhafte Einschnitte“, sagte Rentschler mit Blick auf den strengen Sparkurs der vergangenen Jahre.

Wie Kämmerer Mayer erläuterte, speist sich die Ertragsseite wesentlich aus Gemeindeanteilen an Steuern und aus Abgaben in Höhe von insgesamt 3,34 Millionen Euro sowie Grund- und Gewerbesteuern von jeweils mehr als 400 000 Euro. Die Zuweisungen des Landes beziffern sich auf etwas mehr als zwei Millionen Euro.

Bei den geplanten Investitionen fallen besonders ein Grundstückskauf zur Umgestaltung des Ortskerns von Thomashardt in Höhe von 420 000 Euro, die Anlagen zur Phosphor-Elimination in den Kläranlagen in Höhe von 270 000 Euro und die Kosten für Feuerwehrfahrzeuge in Höhe von 185 000 Euro ins Gewicht. „Die Finanzen der Gemeinde sind zwar bescheiden, aber sie stehen auf soliden Beinen. Angesichts vieler Unwägbarkeiten, der Steigerung der Energie- und Baukosten, der Tarifabschlüsse oder der Inflation, wird eine vorausschauende Finanzplanung jedoch weiterhin eine Daueraufgabe für die Verwaltung und den Gemeinderat bleiben“, fasste Mayer zusammen.

Die Fraktionen lobten den Umgang der Verwaltung mit den Herausforderungen, vor die sich die Gemeinde im vergangenen Jahr gestellt sah. Wie Constanze Pfaff (LBL) sagte, gelte es allerdings, trotz der Umsetzung etlicher zukunftsweisender Projekte im Sinne der Entwicklung der Gemeinde, die Bürger noch stärker in das Gemeindegeschehen einzubeziehen. Zudem sei es vonnöten, die Kommunikation zwischen Verwaltung und Gremium zu verbessern und mehr Transparenz herzustellen. „Wir müssen mehr und besser miteinander sprechen. Das entspannt vieles, hier am Tisch und in der Gemeinde“, sagte Pfaff.

Die Fraktionen der LBL und der FUW brachten in einer gemeinsamen Stellungnahme zwei finanzwirksame Anträge ein. So sollen für den Ausbau der Jugend-Freizeitanlage weitere 40 000 Euro bereitgestellt werden, der während der Corona-Pandemie eingerichtete Gesundheits-Pool soll reaktiviert und mit 4000 Euro für die Gesundheitsförderung kommunaler Mitarbeiter ausgestattet werden. Die Anträge der Fraktionen sollen in der Februar-Sitzung des Gremiums beraten und der Etat beschlossen werden.

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