Heimsheim Klare Entscheidung: Koch statt Gerichtsmediziner

Von Susan Olsen 

Alexander Hess freut sich, wenn es viel zu tun gibt. Im Hirsch in Heimsheim lernt der Koch-Azubi schließlich alles von der Pike auf.

Eines seiner Köstlichkeiten: Die Panna Cotta von Alexander Hess. Foto: Olsen
Eines seiner Köstlichkeiten: Die Panna Cotta von Alexander Hess. Foto: Olsen

Heimsheim - Wenn bei Hochzeiten Dutzende Gäste gleichzeitig bewirtet werden müssen, kommt die Küche doch sicherlich in Stress, oder? Alexander Hess winkt routiniert ab. „Nein, Hochzeiten sind nicht allzu anstrengend“, berichtet der junge Azubi. „Denn da muss man ja vielen Gästen dasselbe Gericht servieren.“

Seine Ausbildung macht Alexander Hess derzeit im Hirsch in Heimsheim. Dabei hatte er den Beruf Koch nicht von Anfang an vor Augen. „Als ich jünger war, wollte ich Gerichtsmediziner werden“, erzählt Hess. Zwei Jahre hatte er das Gymnasium in Rutesheim besucht, dann die Ludwig-Uhland-Schule in Heimsheim.

Praktika und Ferienjobs in verschiedenen Küchen

Jetzt ist Alexander Hess seit September im ersten Lehrjahr. Daneben besucht er in Calw die Berufsschule. Die Idee, Koch zu werden, entwickelte sich bei ihm nach und nach. Einige Male half er aus, machte Praktika und Ferienjobs in verschiedenen Küchen. Spätestens aber, als seine Eltern vor einem Jahr in Wiernsheim ein eigenes Restaurant eröffneten, war die Entscheidung für Alexander gefallen.

So prägte sich bei ihm eine Leidenschaft für das Kochen aus. „Mir gefällt es besonders, wenn es dem Gast auch gefällt“, erläutert Alexander. Ihn freut es, dass er durch seinen Beruf stets neue Sachen lernen kann. Das Arbeitsklima empfindet er als angenehm. „Die Vorbereitungszeit in der Küche – wir nennen es Mise en Place – ist eher ruhiger, allerdings gibt es auch stressige Tage“, sagt er.

Viel Zeit für Familie und Freunde

Dies sind meistens Sonntage oder Feiertage. Dass er an Feiertagen arbeiten muss, findet Alexander nicht weiter schlimm, da er trotzdem viel Zeit für Familie und Freunde hat. Auch Zeit für seine Hobbys findet er noch. So hilft er beim Roten Kreuz und der Feuerwehr in Heimsheim und in Wiernsheim aus.

Auf die Frage, ob er sich vorstellen könnte, einmal ein eigenes Restaurant zu eröffnen, antwortet der 17-Jährige: „Ja, das könnte ich mir durchaus vorstellen, aber vorher möchte ich noch einige Jahre an Arbeitserfahrung sammeln und vielleicht im Ausland arbeiten.“