Heinz-Christian Strache Österreichs Vizekanzler tritt nach Video-Affäre zurück

Von red/ dpa 

Ein heimlich gefilmtes Video wurde Österreichs Vizekanzler Heinz-Christian Strache nun zum Verhängnis. Der FPÖ-Chef tritt nun zurück.

Österreichs Vizekanzler Heinz-Christian Strache hat seinen Rücktritt angeboten. Foto: dpa
Österreichs Vizekanzler Heinz-Christian Strache hat seinen Rücktritt angeboten. Foto: dpa

Wien - Österreichs Vizekanzler Heinz-Christian Strache gibt neben seinem Regierungsamt auch die Führung der FPÖ auf. Er werde auch seine Funktion als FPÖ-Obmann zurückgeben, sagte Strache am Samstag in Wien. „Die Führung in der Partei wird ab sofort mein Stellvertreter Norbert Hofer übernehmen.“

Der 49-Jährige zog damit die Konsequenzen aus der Video-Affäre.

Auch in der Regierung gilt Hofer als möglicher Nachfolger Straches. Er ist im Kabinett aktuell Verkehrsminister. In Wien wird aber auch darüber spekuliert, dass die rechtskonservative Regierung platzt. Strache zog mit seinem Rückzug die Konsequenzen aus dem Skandal um ein heimlich aufgenommenes Video, das ihn 2017 im Gespräch mit einer angeblichen russischen Oligarchin über Wahlkampfhilfe im Gegenzug für öffentliche Aufträge zeigt.