Investitionen in Gerlingen Wieder ist Geld für die Schulen nötig

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Bei der Sanierung des Gymnasiums sind Arbeiten am Dach der Schule aufgeschoben werden. Diese müssen jetzt erledigt werden. Zudem sollen die Pausenhöfe neu gestaltet und ordentliche Rad-Parkplätze geschaffen werden.

Auf dem Schulhof stehen die Räder der Schüler zum Teil kreuz und quer – im Sommer sind es wesentlich mehr. Foto: factum/Granville
Auf dem Schulhof stehen die Räder der Schüler zum Teil kreuz und quer – im Sommer sind es wesentlich mehr. Foto: factum/Granville

Gerlingen - In den Jahren 2010 bis 2013, in denen das Gymnasium saniert wurde, waren die Dächer noch in Ordnung – auch aus finanziellen Gründen rührte man sie nicht an. Man könne das ja machen, wenn es nötig sei, hieß es damals. Einige Jahre später ist es jetzt soweit: Hie und da zeigen sich schadhafte Stellen an den rund 40 Jahre alten Flachdächern. Das Gerlinger Stadtbauamt hat dem Technischen Ausschuss des Gemeinderates vorgeschlagen, wie man diese Sanierung abschnittsweise erledigen könne. Zusammen mit anderen nötigen Arbeiten ergibt sich ein Aufwand von mehr als einer Million Euro.

Zunächst müsse die Dachfläche über der Ebene Drei wegen undichter Stellen saniert werden, erläuterte die Hochbauchefin Sabine Pfeufer dem Ausschuss. Auch bei Untersuchungen mit gefärbtem Wasser habe man die Schadstellen nicht gefunden. Das Dach werde nicht zur Dauerbegehung ausgeführt, sondern nur so gebaut, dass es als Fluchtweg genutzt werden könne. Alles in allem soll diese Sanierung mehr als 500 000 Euro kosten. Geplant ist, die Arbeiten im Sommer ausführen zu lassen.

„Pausenhof“ auf dem Dach

Eine zweite Baustelle am Gymnasiumsdach wird sich über dem Bereich Naturwissenschaft und Technik ergeben. Dieses Flachdach wurde 2013 bis auf die oberste Schicht fertiggestellt und bisher noch abgesperrt. Nach vier Jahren sollen als letzter Schritt 200 000 Euro investiert werden, damit die Schüler diese Fläche als Pausenbereich nutzen können. Das Ziel ist es, größere Flächen zu generieren. Für die Schüler sollen 1300 Quadratmeter geschaffen werden, für die Lehrer ein separater Pausenbereich von etwa 100 Quadratmetern.

Das zweite Thema im Schulzentrum sind neben der großen Sanierung der Realschule die Außenanlagen rings um die Gebäude, die ebenfalls bei der Generalsanierung des Gymnasiums außen vor geblieben waren. Dabei stehen die Gesamtgestaltung wie eine ordentliche Abstellanlage für Fahrräder und eine Fluchttreppe am Hang in Richtung Richthofenstraße auf der Liste.

Mehrere kleine Rad-Parkplätze

Man will auch schauen, ob für die Fahrräder der Schüler mehrere getrennte kleine Bereiche genutzt werden können, auch außerhalb des Schulgeländes. Es werden gut 100 Radabstellplätze gebraucht. Aus Kostengründen wurde davon abgesehen, überdachte Stellplätze vorzuschlagen – das halbiere die Kosten auf 500 Euro pro Radplatz. Von den Stadträten kam der Hinweis, dass die Balance zwischen Aufenthalts- und Radplätzen erhalten werden müsse, zudem müsse man auf den Schulweg der Grundschüler achten – Gefährdung durch Radler dürfe nicht entstehen.

Die Erfahrungen nach der Generalsanierung seien äußerst positiv, sagte der Schulleiter Eberhard Blanz unserer Redaktion nach der Sitzung. „Es wird alles angenommen, die Schüler passen drauf auf, die neue Schule ist ihnen zur Heimat geworden.“ Die damals bewusst geschaffenen Durchblicke von den Fluren in die Klassenzimmer werde man jetzt aber zum Teil mit Folien abkleben. „Die Offenheit ist schön. Wenn draußen jemand vorbeigeht, werden die Kinder aber abgelenkt.“ Zu den Flächen, die man neu gewinnen könne, gehöre der Platz zwischen dem Altbau der Pestalozzischule und dem alten Eingang des Gymnasiums – der habe früher zur Hauptschule gehört, die es nun nicht mehr gebe.




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