Kandidaten für die Gemeinderatswahl Stuttgarter CDU setzt auf frische Kräfte
Zwei Stadträte treten bei der nächsten Kommunalwahl nicht mehr an. Alexander Kotz führt die Liste an.
Zwei Stadträte treten bei der nächsten Kommunalwahl nicht mehr an. Alexander Kotz führt die Liste an.
Der Vorstand der CDU Stuttgart hat am vergangenen Montag die Weichen für die Kommunalwahl im nächsten Jahr gestellt und, basierend auf Empfehlungen einer Findungskommission, Vorschläge für die Kandidatenlisten beschlossen. Der Kreisvorsitzende Thraso Malliaras glaubt, damit die Stadtgesellschaft „hervorragend widerzuspiegeln“. Die Union sieht sich demnach als „urbane und moderne Großstadtpartei“. Von 60 Listenplätzen wurden 28 an Frauen vergeben. Der langjährige Fraktionschef Alexander Kotz, der erwartungsgemäß die Spitzenkandidatur einnimmt, sagt, der Vorschlag vereine „einen großen Erfahrungsschatz bewährter Stadträte mit vielen neuen Köpfen, die für den Gemeinderat und unsere CDU-Fraktion eine wertvolle Bereicherung sein können“. Die finale Aufstellung der Bewerberlisten erfolgt am 7. Oktober in der Mitgliederversammlung.
Die CDU hat bei der Gemeinderatswahl 2019 ein Debakel erlebt. Ihr Stimmenanteil sank von 28,3 auf 19,4 Prozent. Damit bekam die ehemals stärkste Fraktion nur elf Sitze, die sich durch den Wechsel von Fahrverbotsgegner Ioannis Sakkaros auf ein Dutzend erhöht hat.
Kotz geht davon aus, das Ergebnis zu verbessern. Zwei Kollegen scheiden aus gesundheitlichen Gründen aus: die ehemalige Fraktionschefin Iris Ripsam wird nächste Woche durch Esther Fingerle ersetzt, die sich bei der Wahl auf dem aussichtslosen Platz 40 bewerben wird. Und der Wengerter Fritz Currle, der den letzten Listenplatz 60 an seine Tochter Annette vererbt.
Hinter Kotz findet sich erneut seine Stellvertreterin Beate Bulle-Schmid, dann folgt aber auf den sicheren Plätzen drei bis fünf ein Neulings-Trio mit dem Bezirksbeirat Klaus Wenk, Isabelle Weichselgartner – eine Verwandte von OB Noppers Gattin – und der Junge-Union-Vorsitzende Leonard Rzymann. Auf ebenfalls sicheren Plätzen finden sich die etablieren Stadträte Nicole Porsch (6), Jürgen Sauer (7), Carl-Christian Vetter (8), Bianka Durst (9) und Fred-Jürgen Stradinger (11) wieder.
Auf Rang zehn kandidiert Marjoke Breuning. Fraktionschef Kotz freut sich, dass die ehemalige Präsidentin der Industrie- und Handelskammer Region Stuttgart ihre „große Wirtschaftsexpertise“ in die kommunalpolitische Arbeit einbringt. Die Stadträte Klaus Nopper (17) und Markus Reiners (19) sind hintere Plätze gewohnt. Sie haben es bisher noch immer geschafft, sich nach vorne zu arbeiten.