Kindergarten in Asperg im Kreis Ludwigsburg Polizei ermittelt wegen sexuellen Missbrauchs

Von red/pho 

In einem städtischen Kindergarten in Asperg soll ein Vertretungs-Mitarbeiter zwei Kinder unsittlich berührt haben. Dem Mann wurde gekündigt, nun ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs.

Der Mann soll zwei Kinder unsittlich berührt haben. (Symbolbild) Foto: dpa
Der Mann soll zwei Kinder unsittlich berührt haben. (Symbolbild) Foto: dpa

Asperg - Die Kriminalpolizei Ludwigsburg ermittelt derzeit gegen eine ehemalige pädagogische Fachkraft wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs von Kindern. Zu den Vorfällen soll es in einem Kindergarten der Stadt Asperg (Kreis Ludwigsburg) gekommen sein. Der Mann wurde von Erzieherinnen der Einrichtung dabei beobachtet, wie er zwei Kinder über der Bekleidung unsittlich berührte, wie die Polizei berichtet. Die Einrichtungsleitung und die Stadt Asperg reagierten sofort und kündigten umgehend das Arbeitsverhältnis mit dem Tatverdächtigen und erstatteten Anzeige.

Die bisherigen Ermittlungen der Kriminalpolizei haben keinen Hinweis auf mögliche weitere Fälle ergeben und auch die bislang durchgeführte Sichtung eines Großteils der sichergestellten Datenträger führte bislang nicht zu einer Ausweitung des Tatvorwurfs.

Rund 200 Eltern wurden an einem Abend von der Stadt informiert

Bei einem Elternabend am Donnerstagabend in der Mensa des Schulzentrums im Friedrich-List-Gymnasium haben die Stadtverwaltung, die Kriminalpolizei und die Mitarbeiter der Fachberatungsstelle gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen Silberdistel e.V. die Eltern aller städtischen Kindertageseinrichtungen in Asperg informiert. Rund 200 Eltern haben laut Stadt an dem Elternabend teilgenommen.

Die Stadt Asperg veröffentlichte unmittelbar nach Polizei und Staatsanwaltschaft eine eigene Pressemitteilung. Darin heißt es, dass die pädagogische Fachkraft als Vertretung übergangsweise zur Betreuung in einer Gruppe mit Kindern im Alter von drei Jahren bis zum Schuleintritt eingesetzt war. Das unmittelbare Handeln der anderen Betreuer und der Kindergartenleitung habe eine weitere Gefährdung der Kinder verhindert. Die beiden betroffenen Kinder haben die Übergriffe „augenscheinlich nicht als solche wahrgenommen oder als bedrohlich empfunden“, heißt es in der Mitteilung weiter.

Polizei und Staatsanwaltschaft nennen den Namen des Kindergartens nicht

Der Name des Kindergartens werden von der Polizei und der Staatsanwaltschaft nicht genannt. Man wolle aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes keine weiterführenden Erklärungen zu der betroffenen Einrichtung abgeben.

Im April hatte eine ähnliche Nachricht den nahe gelegenen Ort Schwieberdingen erschüttert: Ein heute 21-jähriger Erzieher soll dort in einer privat betriebenen Kindertagesstätte mehrere Kinder sexuell missbraucht haben sowie kinderpornografisches Material von den Kleinkindern aufgenommen haben. In der vergangenen Woche erhob die Staatsanwaltschaft Stuttgart Anklage gegen den ehemaligen Auszubildenden.