Kirche im Stuttgarter Norden Am Mittwochmittag ins Martins

Von Eva Funke 

Die Evangelischen Nordgemeinde in Stuttgart startet am 18. März ein neues Projekt für Menschen über 65. Das Angebot richtet sich auch an Nicht-Kirchenmitglieder.

Pfarrerin Rommel am Wahrzeichen der Gemeinde: dem Gute-Hirte-Brunnen Foto: Eva Funke
Pfarrerin Rommel am Wahrzeichen der Gemeinde: dem Gute-Hirte-Brunnen Foto: Eva Funke

Stuttgart-Nord - Die rund 1200 Mitglieder der Evangelischen Nordgemeinde über 65 haben vor kurzem Post von ihrer Kirche erhalten: die Einladung, einmal im Monat mittwochs ins Gemeindehaus der Martinskirche zu kommen. Das Projekt „Mittwochs ins Martins“ ist ein neues Angebot für Menschen, die am Nachmittag Zeit und Lust haben, andere Menschen kennenzulernen und sich gern über unterschiedliche Themen unterhalten. Eingeladen zu den Nachmittagen sind ausdrücklich auch Nichtkirchenmitglieder.

„Zu der Idee für das neue Angebot kam es, weil die viele Seniorenkreise auf Grund von Krankheit oder auch Tod immer kleiner werden“, sagt Birgit Rommel, Pfarrerin der Martinskirche in der Nordgemeinde. Zusammen mit dem Diakon Martin Pomplun hat sie in drei Monaten das Konzept für „Mittwochs ins Martins“ entwickelt. Die beiden setzen darauf, dass ihr Programm auch junge Senioren anspricht und dadurch die langjährige Teilnehmer an den Seniorenkreisen und die Neulinge mischen. In dem halben Jahr, in dem Rommel Pfarrerin in der Nordgemeinde ist, hat sie festgestellt, dass solche Angebote im Norden ausgesprochen wichtig sind. Denn die Zeit, die viele Menschen nach dem Ausscheiden aus dem Berufsleben haben, muss ja wieder gefüllt werden.

Zum Auftakt gibt’s Kabarett

Zwar gibt es im Gemeindehaus der Martinskirche am Dienstag und Donnerstag mit dem Martinscafé und am Freitag mit dem ökumenischen Brunch bereits die Möglichkeit, sich mit Menschen aus der Nachbarschaft zu treffen. Das Neue an „Mittwochs ins Martins“ ist, dass durch ganz unterschiedliche Programme Anregungen zum Austausch über ein ein bestimmtes Thema geboten werden.

Am 29. April steht zum Beispiel ein Ausflug ins Museum der Alltagskultur in Waldenbuch auf dem Programm. Am 6. Mai ist Georg Amann, einst Pfarrer in der Nordgemeinde, zu Gast und erzählt von seinen Erfahrungen als Pfarrer in London. Am 24. Juni gibt es von Bettina Hertel, die in der Seniorenbildung tätig ist und deren Vater in der Nordgemeinde lebt, Humorvolles zum Thema Älterwerden. Und vor der Sommerpause am 8. Juli steht ein Kunstgespräch über „Passion und Auferstehung“, am Beispiel der Werke von Jerg Ratgeb bis Joseph Beuys mit der Kunstexpertin Andrea Welz auf dem Programm. Treffpunkt ist um 13.50 in der Staatsgalerie. Und auch das Programm nach der Sommerpause steht schon. Sind keine anderen Zeiten angegeben, finden die Veranstaltungen im Gemeindehaus der Martinskirche von 13.30 bis 15.30 Uhr statt. Mit dem Kabarettprogramm „Im freien Fall nach oben“ nimmt das neue Angebot am 18. März seinen Auftakt. Beginn ist um 14 Uhr. Pfarrerin Rommel: „Jeder kann natürlich auch Freunde oder Nachbarn mitbringen.“

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