Kita-„Todesausflug“ in Norwegen Schlachtungen mit Kindern sind in Norwegen ganz normal

Leben: Markus Brauer (mb)
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Tierschützer wüten, Veganer fluchen

In Skandinavien ist es vielerorts normal, dass Kinder etwa in Zoos oder auf Bauernhöfen beim Schlachten oder Obduzieren von Tieren dabei sind. In Kopenhagen hatte das Töten und öffentliche Zerlegen des Giraffenjungen Marius 2014 allerdings einen Proteststurm in den internationalen Medien hervorgerufen. Wütende Tierschützer hatten dem Zoodirektor Bengt Holst sogar Morddrohungen geschickt. Der hatte aber an seinem Standpunkt festgehalten und sich gegen die „Disneyfizierung“ von Zootieren gewehrt.

Um besorgte Eltern und eifrige Tierschützer zu beruhigen schreibt die Kita-Betreuer: „Das Schlachten der Rentiere ist ein Teil des samischen Kulturerbes“ (Samen sind die ursprüngliche Bevölkerung in Lappland, die Redaktion). „Alle Eltern und Mitarbeiter hatten die Möglichkeit, bei diesem Ausflug nicht teilzunehmen. Wir haben die Kinder gut im Auge behalten. Wir haben vor, während des Schlachtens und danach ausführlich mit den Kindern gesprochen.“

„Rudolph with the Red Nosed“

Die meisten Kinder kennen Rentiere als die fröhlichen Schlittentiere vom Weihnachtsmann Santa Claus. „Zum Glück haben wir sichergestellt, dass Rudolf nicht geschlachtet wurde“, schreiben die norwegischen Erzieher. Sie erinnern sich sicher: „Rudolph with the Red Nosed“ – Rudolph, das rotnasige Rentier und Lieblings-Weihnachtsgeschöpf kleiner US-Amerikaner.

In Nordwegen kommen Rudolphs Verwandte allerdings unters Messer und anschließend auf dem Teller. Nach dem Ausflug in die freie Natur gibt’s diese Woche in der Granstuben Barnehage Kita wahrscheinlich lecker Rentier-Schnitzel. „Selbst zerlegt“, können sich die Kinder dann stolz auf die Serviette schreiben.

Vor den Orginalfotos wird gewarnt!

Die Originalfotos der Granstubben Barnehage, die die Kinder live miterlebten, dokumentieren wir in unserer Bildergalerie. Aber VORSICHT! Es ist nichts für sensible Gemüter. Die Fotos haben es in sich: Erst wurden die ängstlichen Tiere in einem Gatter zusammengetrieben, dann getötet, ausgenommen und gehäutet. Der Schnee verfärbte sich rot wie bei den Gemetzeln in „Game of Thrones“.

40 blutverschmierte Felle lagen anschließend am Gatterrand. Die Kinder – auch das sieht man auf den Fotos – wurden außerdem sehr aktiv einbezogen. Auf den Fotos, die der Kindergarten auf seiner Facebook-Seite veröffentlichte, sieht man die Kleinen beim Einsammeln von Schlachtabfällen und beim Betrachten der toten und gehäuteten Tiere, die in einen Container geworfen werden. Ein Kind im Schneeanzug zieht ein blutüberströmtes Rentierfell hinter sich her als wäre es ein Lagerarbeiter in einem Stalinschen Gulag.




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