Kollegen würdigen Hollywoodstar Trauer nach Tod von Burt Reynolds

Von red/dpa 

Das Grinsen und der Bart waren seine Markenzeichen. „Völlig unerwartet“ ist der Schauspieler Burt Reynolds laut Familienmitgliedern gestorben. Der 82-Jährige hätte noch in einem Filmprojekt von Quentin Tarantino mitspielen sollen.

Auf dem Hollywood Walk of Fame haben Fans Blumen am Stern von Burt Reynolds niedergelegt. Foto:AFP Foto:   11 Bilder
Auf dem Hollywood Walk of Fame haben Fans Blumen am Stern von Burt Reynolds niedergelegt. Foto:AFP

New York - Nach dem Tod des Schauspielers Burt Reynolds ist die Trauer in der Promiwelt groß. Seine früheren Partnerinnen, die Schauspielerinnen Loni Anderson und Sally Field, zeigten sich in Stellungnahmen gegenüber der Nachrichtenagentur AP betrübt. Der besonders durch seinen Schnauzbart und sein Grinsen berühmte Darsteller („Ein ausgekochtes Schlitzohr“) war am Mittwoch im Alter von 82 Jahren gestorben. An der Seite von Brad Pitt und Leonardo DiCaprio hätte er noch in Quentin Tarantinos neuem Film „Once Upon A Time in Hollywood“ spielen sollen.

Seine Ex-Frau Anderson, deren Beziehung mit ihm 1995 in einer öffentlich ausgetragenen Scheidung endete, würdigte Reynolds als wunderbaren Regisseur und Schauspieler. Zwölf Jahre lang sei er ein großer Teil ihres Lebens gewesen, 30 Jahre lang ein liebender Vater für den gemeinsamen Sohn Quinton. „Wir werden ihn und sein großartiges Lachen vermissen“, schrieb sie. Reynolds frühere Partnerin Sally Field sagte, auch 40 Jahre später denke sie noch immer an ihre Jahre mit ihm. „Er wird für immer in meiner Geschichte und in meinem Herzen sein, so lange ich lebe.“

Kandidat für Oscar und Himbeere

Ein Agent und seine Nichte, Nancy Lee Hess, hatten den Tod des Darstellers bekannt gegeben. Trotz einiger Gesundheitsprobleme sei sein Tod „völlig unerwartet“ gewesen, sagte Hess. „Er war stark. Jeder, der sein Steißbein auf einem Fluss bricht und den Film beendet, ist stark. Und das war er“, erklärte sie. Großer Dank gelte den Fans, die Reynolds über die Jahre mit Höhen und Tiefen begleitet hätten. Im Laufe seiner Karriere drehte Reynolds mehr als Hundert Filme, darunter Hits wie „Auf dem Highway ist die Hölle los“ und ernstere Werke wie „Spiel ohne Regeln“.

Für „Boogie Nights“ war er für einen Oscar nominiert, für die TV-Serie „Daddy schafft uns alle“ gewann er einen Emmy. Im Gegensatz dazu war er allerdings auch ein regelmäßig Nominierter für den Schmähpreis „Goldene Himbeere“. In einem Interview sagte er 2001: „Meine Karriere entspricht nicht der auf einer normalen Skala, sie sieht aus wie ein Herzinfarkt.“

Schwarzenegger, Stallone und Dolly Parton trauern

Burt Reynolds was one of my heroes. He was a trailblazer. He showed the way to transition from being an athlete to being the highest paid actor, and he always inspired me. He also had a great sense of humor - check out his Tonight Show clips. My thoughts are with his family.

— Arnold (@Schwarzenegger) 6. September 2018

Auch Arnold Schwarzenegger würdigte den verstorbenen Kollegen. „Burt Reynolds war einer meiner Helden“, twitterte Schwarzenegger am Donnerstag. Er habe vorgemacht, wie man vom Sportler zum hoch bezahlten Schauspieler werden könne - und einen „großartigen Sinn für Humor“ gehabt. Schauspielerin Dolly Parton, die 1982 an seiner Seite in „Das schönste Freudenhaus in Texas“ spielte, erinnerte sich ebenfalls in den sozialen Medien an Reynolds. Sie werde immer sein witziges Lachen und seinen Schalk in den Augen im Gedächtnis haben. „Du wirst für immer mein Lieblingssheriff sein. Ruhe in Frieden, mein kleiner Freund. Ich werde dich immer lieben.“

Sylvester Stallone erinnerte an Instagram wie Schwarzenegger an Reynolds’ großen Sinn für Humor. Kevin Bacon beschrieb eine Situation, in der er selbst 19 Jahre alt gewesen sei und ein paar Zeilen in einem Film bekommen habe. Später sei er zwar rausgeschnitten worden. Aber den Megastar am Set, Reynolds, werde er nie vergessen. Dieser sei ohne Grund sehr nett und cool zu ihm, einem „Punk-Schauspieler“, gewesen. Talk-Moderator Larry King bezeichnete Reynolds als „überlebensgroßen“ Filmstar, der „bodenständig, verdammt witzig und talentierter, als er sich selbst je zugestand“ gewesen sei. „Eine Ikone ist von uns gegangen.“