Das Kunstmuseum Stuttgart warnt auf allen Kanälen. Sein Instagram-Account wurde offenbar von Kriminellen übernommen. Was wollen die damit erreichen?

Kultur: Adrienne Braun (adr)

Stuttgart - Der Instagram-Account des Kunstmuseums Stuttgart wurde gehackt. Statt Informationen aus dem Museum erscheint die Aufforderung, eine Nummer anzuklicken. Deshalb warnt das Museum derzeit auf seiner Homepage und den Socialmedia-Kanälen: „Bitte klicken Sie nicht auf die angegebene Whatsappnummer“. „Wir haben keinen Einfluss, was passiert, wenn man diese Nummer kontaktiert“, sagt Isabel Kucher, die Sprecherin des Museums, die die erste war, die feststellte, dass der Account gehackt wurde und das Museum nun keinen Einfluss mehr darauf hat, was dort veröffentlicht wird. „Wir konnten glücklicherweise noch selbst den Post zur Warnung setzen“.

Bisher sind keine Geldforderungen eingegangen

Nun kümmert sich das Landeskriminalamt um die Angelegenheit. Das Kunstmuseum hat auch Kontakt mit Meta aufgenommen, dem Betreiber von Facebook und Instagram. „Wir hoffen, dass wir den Account zurück übernehmen können“, sagt Isabel Kucher, wobei das einige Tage dauern könnte. Immerhin wurde auf dem Kanal bisher nichts veröffentlicht – auch nicht wie häufig in solchen Fällen sexistische oder extremistische Inhalte. „Wir haben zum Glück noch keine anderen Inhalte auf den Kanal gespielt bekommen und bisher auch keine Nachricht, ob es um Geld geht“, sagt Kucher. Sie sieht das als ein gutes Zeichen, „dass es vielleicht nicht so schlimme Auswirkungen wie bei großen Konzernen und Unternehmen hat.“ Sie hat eine Vermutung, warum sich Hacker ausgerechnet für das Kunstmuseum interessiert haben, das kein Unternehmen, sondern eine Bildungs- und Kultureinrichtung ist. „Hacker sehen eben nur, dass ein Account viele Follower hat.“