Landwirtschaftliche Schule Hohenheim Provisorium kostet 3,79 Millionen Euro

Berufsschüler der Landwirtschaftlichen Schule Hohenheim haben im Sommer 2018 ihr eigenes grünes Klassenzimmer auf dem Gelände der Stadtgärtnerei gebaut. Foto: Archiv//Alexandra Kratz
Berufsschüler der Landwirtschaftlichen Schule Hohenheim haben im Sommer 2018 ihr eigenes grünes Klassenzimmer auf dem Gelände der Stadtgärtnerei gebaut. Foto: Archiv//Alexandra Kratz

Die Berufsschülerinnen und Berufsschüler im Bereich Garten- und Landschaftsbau werden teilweise auf dem Gelände der Stadtgärtnerei Fasanenhof unterrichtet. Die Bedingungen dort sind aber alles andere als optimal.

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Hohenheim/Fasanenhof - Seit Jahren ist die Landwirtschaftliche Schule Hohenheim über mehrere Standorte in Stuttgart verteilt. Das Ziel ist ein gemeinsamer Neubau für alle Zweige. Dieser soll im Westen des Geländes der Universität Hohenheim entstehen. Doch das Bebauungsplanverfahren zieht sich, unter anderem, weil die Fläche dem Land gehört. Darum braucht es Übergangslösungen.

Ein Provisorium befindet sich auf dem Gelände der Stadtgärtnerei am Logauweg auf dem Fasanenhof. Dort werden die Berufsschülerinnen und Berufsschüler im Bereich Garten- und Landschaftsbau in ihrem Praxisteil unterrichtet. Die Ausbildungsräume bestehen aus einem Schulungszimmer im Betriebsgebäude, einem Teil eines Glasgewächshauses und aus zwei Foliengewächshäusern. „Das aus der Not heraus entstandene Provisorium wird jedoch den verschiedenen Rahmenbedingungen, die einen guten Unterricht ermöglichen, nicht gerecht und ist daher nur für einen kurzen Zeitraum und in der absehbaren Erwartung einer besseren Lösung akzeptabel“, heißt es in einer aktuellen Gemeinderatsunterlage.

Der Interimsbau soll später umziehen nach Hohenheim

Darum soll es nun ein neues und besseres Provisorium geben. Geplant ist ein kompaktes eingeschossiges Gebäude in Holzelementbauweise auf einer Stahlbeton-Bodenplatte und mit einem begrünten Flachdach. Hinzu kommt ein dreiteiliges Gewächshaus. Die Pläne stammen von dem Stuttgarter Architekturbüro Plan Forward GmbH. Die Verwaltung schätzt die Kosten auf 3,79 Millionen Euro.

Die Baugenehmigung liegt seit August 2020 vor. Sie ist befristet auf fünf Jahre. Das Schulverwaltungsamt beabsichtigt jedoch, nach Ablauf der aktuellen Genehmigung eine Verlängerung für weitere fünf Jahre zu beantragen, um das Provisorium während der zu erwartenden Planungs- und Bauzeit für einen Neubau der Landwirtschaftlichen Schule auf dem Campus Hohenheim weiter betreiben zu können.

Ist die Zeit endgültig abgelaufen, soll untersucht werden, inwieweit der Holzelementbau und das Gewächshaus unter Beachtung der Wirtschaftlichkeit im größtmöglichen Umfang vom Fasanenhof an einen Endstandort der Landwirtschaftlichen Schule versetzt werden können.

Der Stuttgarter Gemeinderat hat diesem Vorgehen und der Finanzierung vor Kurzem zugestimmt. Nun kann im August mit dem Bau der neuen Interimslösung auf dem Fasanenhof begonnen werden. Im Juni 2022 soll sie bezugsfertig sein.




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