Leinfelden Der biblische Nehmiah als Vorbild für den Städtebau

Im Gegensatz zu Leinfelden hat Legofelden einen Hafen mit Leuchtturm Foto: Götz Schultheiss
Im Gegensatz zu Leinfelden hat Legofelden einen Hafen mit Leuchtturm Foto: Götz Schultheiss

Wer Gottes Freund ist, dem gelingt alles lautet eine Devise der Liebenzeller Gemeinschaft. Im Christus-Forum haben 85 Kinder aus 350000 Lego-Elementen eine Stadt gebaut und Religionspädagogik genossen.

Leinfelden - Wer eine Stadt bauen will, braucht Hilfe. Klar, dass die evangelische Liebenzeller Gemeinschaft dabei auf denjenigen setzt, den sie für den überragenden Experten hält: Gott. Mit dem Mix aus Basteln und Beten und mit Liedern zu Ehren des Herrn haben 85 Kinder von der zweiten bis zur siebten Klasse an drei Tagen mit 350 000 Lego-Elementen eine Stadt gebaut und sie Legofelden getauft, in Anlehnung an Leinfelden.

Glückwünsche der Stadt fürs Gemeindeleben in der Maybachstraße

„Wir haben in der Bibel von Nehemiah gelesen, der eine Stadtmauer gebaut hat. Er hat es geschafft, weil er ein Freund Gottes war“, verkündete Jürgen Kraft vom Liebenzeller Gemeinschaftsverband bei der Stadteröffnung am Dienstagabend im Christus-Forum an der Maybachstraße mit Kindern, Eltern und der Stadträtin Ingrid Grischtschenko (Grüne) als Vertreterin der echten Stadt. „Der Oberbürgermeister und die Gemeinderäte überlegen immer, was man alles in der Stadt besser machen kann. Ich bin jetzt da, um zu sehen, was ihr alles gemacht habt“, sagte Ingrid Grischtschenko. Sie beglückwünschte die Liebenzeller Gemeinschaft, dass sie den Sprung von der Edelweißstraße ins im Juli eröffnete Christus-Forum geschafft habe und die Gegend mit Gemeindeleben erfülle.

Der Religionspädagoge nutzt die Angebote im Internet

Jürgen Kraft, der einst als Jugendreferent der Gemeinschaft auf den Fildern tätig war, hat als Kind selbst gerne mit Lego-Steinen gespielt und ist jetzt Herr über Mengen des bunten Bastelmaterials: „Ich habe die Elemente zum größten Teil in einem Internetauktionshaus und zu einem verschwindend geringen Teil auf Flohmärkten gekauft.“

Krafts Religionspädagogik macht sich den Spieltrieb der Kinder zunutze. „Es gab keinen Wettkampf. Wir haben gemeinsam gebaut und sind zu einem Team zusammengewachsen“, sagte Daniel Vesenmaier vom Organisationsteam.

Legofelden erhält einen Hafen mit Leuchtturm

Wer aus 350 000 Elementen eine Kirche, einen Flughafen, eine Polizeistation, ein Fußballstadion, Reihenhäuser eine Döner-Bude, ein Rathaus, einen Leuchtturm, einen Hafen mit Schiffen, einen Bahnhof mit Eisenbahnlinie zu einem städtischen Organismus zusammenfügen will, muss organisiert und nach Plan vorgehen. „Die Kinder haben immer in Vierer-Teams mit einem unserer Mitarbeiter zusammengearbeitet und erst einmal die Steine sortiert“, sagte Vesenmaier. Auf die Frage von Sonja Martin von der Gemeinschaft auf den Fildern nach der größten Herausforderung beim Bauen antwortete ein Junge: „Das große Stadion. Wir haben eineinhalb Tage dafür gebraucht.“ Ein anderer sagte: „Die Eisenbahn bauen und die elektronischen Teile einbauen.“




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