Levin goes lightly in Stuttgart Tschüs Waggons, hallo Levin!

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Levin goes lightly hat am Samstagabend sein Debüt-Album "Dizzy Height" in den Waggons am Nordbahnhof vorgestellt. Was Teil des Abschieds von dieser in Stuttgart einmaligen Konzertlocation war, wurde auch zum großen Popevent. Levin ist der Sohn, den Elvis und Ian Curtis nie haben konnten.

Levin goes lightly ist der Sohn, den Elvis und Ian Curtis nie haben konnten. Einer der besten Stuttgarter Popmomente 2013. Weitere Fotos zu seinem Konzert im Waggon am Nordbahnhof gibt es in der folgenden Bilderstrecke. Foto: Jan Georg Plavec 7 Bilder
Levin goes lightly ist der Sohn, den Elvis und Ian Curtis nie haben konnten. Einer der besten Stuttgarter Popmomente 2013. Weitere Fotos zu seinem Konzert im Waggon am Nordbahnhof gibt es in der folgenden Bilderstrecke. Foto: Jan Georg Plavec

Stuttgart - Mit dem Konzertwaggon für Flüssigkeiten und Schwingungen, kurz FFUS, geht es langsam zu Ende. Die Bahn hat dem Betreiber zum 31. August gekündigt. Noch zwei Abende sind offiziell geplant, am kommenden Wochenende. In den Wochen danach soll dann eine von zwei Waggon-Reihen verschrottet werden. Wegen Stuttgart 21.

Doch jedem Ende wohnt ein Anfang inne, so pseudoliterarisch kann man das durchaus sagen. Verantwortlich dafür ist ein junger Mann namens Levin Stadler, der sich Levin goes lightly nennt und am Samstagabend im Waggon seine Platte „Dizzy Height“ vorgestellt hat. Wie voll das war! Und wie gut!

Elvis und Ian Curtis haben einen Sohn

Man darf nicht übertreiben bei Musikern, die erst ein paar Gigs gespielt haben und eine vielversprechende erste Aufnahme rausbringen. Aber Levin goes lightly ist das Kind, das Elvis Presley und Ian Curtis von Joy Division nie zeugen konnten. Vom Alter her würde das mit einigem Wohlwollen vielleicht sogar hinkommen. Vor allem in Sachen Musik drängt sich der Vergleich auf. Wenn man das, was im Netz an Levin-goes-lightly-Musik zu finden ist, gegen den Auftritt am Samstagabend im Konzertwaggon schneidet, eröffnet sich ganz wie bei Elvis eine wunderbar weite musikalische Welt.

Lo-Fi ist das alles, auf Platte gehen die Songs ziemlich angenehm ins Ohr. Der Retrosound ist geprägt von der tiefen, festen, doch gefühlvollen Stimme. Live hingegen wird daraus eine gitarrenlastige Rock’n’Roll-Show mit viel verhalltem Gesang, Leopardenleggins und, ja, Hüftschwung.




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