Luftwaffenbasis Incirlik Merkel kritisiert türkisches Besuchsverbot für Abgeordnete

Von red/dpa 

Die Türkei hat erneut einen Besuch von Bundestagsabgeordneten auf dem von der Bundeswehr genutzten Luftwaffenstützpunkt Incirlik untersagt. Die Reaktion von Kanzlerin Angela Merkel folgte postwendend.

Ein Flugzeug hebt vom Luftwaffenstützpunkt Incirlik ab. Foto: Bundeswehr
Ein Flugzeug hebt vom Luftwaffenstützpunkt Incirlik ab. Foto: Bundeswehr

Berlin - Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat das erneute türkische Verbot eines Besuchs von Bundestagsabgeordneten auf dem Luftwaffenstützpunkt Incirlik kritisiert. „Das ist misslich“, sagte Merkel am Montag nach Gremiensitzungen ihrer Partei in Berlin über die Entscheidung der türkischen Regierung. Dies sei Ankara auf verschiedenen Kanälen klar gemacht worden. Die Gespräche mit der türkischen Regierung würden fortgesetzt, parallel werde die Bundesregierung aber weiter nach Alternativen für Incirlik suchen.

Bundesregierung sucht nach Alternativen für Incirlik

Eine der möglichen Alternativen zu dem türkischen Standort sei Jordanien, betonte Merkel und ergänzte: „Die Bundeswehr ist eine Parlamentsarmee. Und damit ist es absolut notwendig, dass Besuchsmöglichkeiten für unsere Abgeordneten bestehen bei ihren Soldatinnen und Soldaten.“

Die Bundeswehr beteiligt sich von Incirlik aus mit „Tornado“-Aufklärungsjets und einem Tankflugzeug an den Luftangriffen gegen die IS-Terrormiliz in Syrien und im Irak. Auf der Luftwaffenbasis sind etwa 260 deutsche Soldaten stationiert. Bereits 2016 hatte die Türkei Bundestagsabgeordneten über Monate hinweg den Besuch bei den deutschen Soldaten in Incirlik verweigert. Im Oktober durften sie dann doch noch einreisen.




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