Marc-Oliver Kempf vom VfB Stuttgart „Holger Badstuber wird auch mal emotional“

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VfB-Kapitän Marc-Oliver Kempf spricht in der Sendung „Sport im Dritten“ über die Niederlage gegen Kiel und den Aussetzer seines Abwehrkollegen Holger Badstuber.

Abwehrchef und Kapitän: Marc-Oliver Kempf Foto: Baumann
Abwehrchef und Kapitän: Marc-Oliver Kempf Foto: Baumann

Stuttgart - Marc-Oliver Kempf hat seiner Freundin Carolina einen Heiratsantrag gemacht – und sie hat eingewilligt. „Ich habe ein paar Kerzen, Rosen und Luftballons besorgt – und dann zu Hause gewartet bis sie wiederkommt“, sagte Kempf in der Sendung „Sport im Dritten“. Und: Natürlich sei er „auch ein bisschen nervös“ gewesen. Es ist gut gegangen – anders als die 0:1-Heimniederlage seines VfB Stuttgart gegen Holstein Kiel.

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Wäre Kempf nicht vom SC Freiburg zum VfB gewechselt, würde er jetzt übrigens mit den Breisgauern erfolgreich in der ersten Liga spielen. Wäre er da nicht lieber in Freiburg geblieben? Das wird Marc-Oliver Kempf immer mal wieder gefragt. Auch bei „Sport im Dritten“. „Es gibt immer welche, die es besser wissen und anders gemacht hätten“, sagt der VfB-Verteidiger und steht hinter seiner Entscheidung, nach Stuttgart gewechselt zu sein. Hätte, wäre, wenn – das hilft jetzt ihm ja auch nicht weiter.

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Warum ging der VfB zuletzt gegen den SV Wehen Wiesbaden und Holstein Kiel als Verlierer vom Platz? „Wir lassen viele Torchancen ungenutzt. Und wenn du dann hinten eins oder zwei kassierst, dann wird es gegen die Mannschaften schwer, die sich hintenreinstellen. Es macht es uns dann schwer, Tore zu schießen“, sagt der Abwehrmann. „Wir erwischen nicht den richtigen Moment, in dem wir treffen. Aber im Großen und Ganzen sehe ich uns auf dem richtigen Weg“, meint Kempf. Das Team sei dominant gewesen gegen Kiel, aber habe nicht zum richtigen Zeitpunkt das Tor gemacht.

Die Pfiffe gehört

Die Pfiffe von den Rängen hat der Kapitän indes wahrgenommen. „Natürlich bekommt man es mit. Es ist nicht schön, wenn die Fans anfangen zu pfeifen, auch wenn das Spiel gut läuft.“ Pfiffe seien nicht hilfreich für die junge Mannschaft, die trotzdem gut da stehen würde und oben dran sei. „Wir wollen weiterkommen und uns jeden Tag verbessern. Trotz der zwei Niederlagen sind wir auf dem richtigen Weg“, betonte Marc-Oliver Kempf erneut, der sich auch zu Holger Badstubers Platzverweis äußerte, der die Schiedsrichter beschimpfte. „Es ist bekannt, dass der Holger auch mal emotional wird. Ich kann es nachvollziehen, es ist bei mir ja auch so, dass da mal die Sicherungen durchbrennen.“ Was Badstuber zu den Referees gesagt hatte („Ihr seid Muschis geworden. Muschis“) empfindet Kempf als „nicht so hart“.