Max-Eyth-See in Stuttgart So dramatisch ist das Fischsterben

Von Julika Wolf 

Der Anglerverein hat am Mittwoch alle toten Fische geborgen, die er finden konnte. Am Donnerstag bietet sich am Max-Eyth-See wieder ein Anblick des Grauens.

Die toten Fischen werden in Containern gesammelt. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski 8 Bilder
Die toten Fischen werden in Containern gesammelt. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Stuttgar - Der Anblick am Ufer des Max-Eyth-Sees zwischen Mühlhausen und Hofen ist nach wie vor erschreckend. Zig tote Fische, einige von ihnen meterlang, liegen aufgereiht auf dem Weg, kleinere stapeln sich in Schütten und Tonnen kreuz und quer. „Wir haben bis Mittwochabend alles herausgeholt, was an toten Fischen sichtbar war“, sagt Hans-Hermann Schock, der Vorsitzende des Württembergischen Anglervereins (WAV).

20 Helfer vor Ort

Die Massen an geborgenem Fisch seien unglaublich gewesen. Mehr als 20 tatkräftige Helfer waren vor Ort – viele von ihnen hatten zuvor keinen Bezug zum Verein. Sie hatten von der katastrophalen Situation gehört und wollten etwas tun. Auch nach der Bergungsaktion treiben immer wieder tote Fische an die Oberfläche. Die Stadt stellte am Donnerstag erneut 1,3 Milligramm Sauerstoff pro Liter Seewasser fest – für die Lebewesen viel zu wenig.

Fischerfest wird abgesagt

Das Technische Hilfswerk werde auf jeden Fall bis Samstag mit Pumpen Luft in den 17 Hektar großen See befördern, teilte die Stadt mit. Zudem werde weiterhin Quellwasser zugeführt, das durch die kühlere Temperatur und den höheren Sauerstoffgehalt hoffentlich zur Verbesserung der Lage beitrage. Aufgrund der aktuellen Lage hat der WAV das für das Wochenende angesetzte traditionelle Fischerfest des Vereins abgesagt.

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