Messe in Esslingen Ausbildungsmesse – trotz Corona

Von Simone Lohner 

Die Aus- und Weiterbildungsmesse findet am 12. September in Esslingen statt. Mit einem umfangreichen Hygienekonzept.

So zwanglos wie sonst wird der Messebesuch diesmal nicht. So werden die Besucher etwa auf einer Einbahnstraße durch das Neckar Forum geleitet. Foto: Peter /Stotz
So zwanglos wie sonst wird der Messebesuch diesmal nicht. So werden die Besucher etwa auf einer Einbahnstraße durch das Neckar Forum geleitet. Foto: Peter /Stotz

Esslingen - Für Berufseinsteiger und Schüler gibt es ein erstes Anzeichen von Normalität in einer Welt, die sich im Ausnahmezustand befindet: Am Samstag, 12. September, findet im Neckar Forum die Aus- und Weiterbildungsmesse „Karriere 2020“ statt, veranstaltet von der Eßlinger Zeitung. Für Schulabsolventen und auch sonst alle, die an Aus- und Weiterbildungen interessiert sind, gibt es damit eine Möglichkeit, sich nicht nur online, sondern auch vor Ort zu informieren, mit Ausbildern und Unternehmensmitarbeitern zu sprechen.

„Es ist ganz einfach so, dass wir als Medienunternehmen nicht nur die Verantwortung haben, die Bevölkerung zu informieren über alles, was mit der Corona-Pandemie zusammenhängt“, sagt Andreas Heinkel, Geschäftsführer der Eßlinger Zeitung. Und weiter: „Ich finde, wir haben auch eine unternehmerische Verantwortung, medial Unternehmen zu begleiten, auch in der Corona-Pandemie ihr tägliches Geschäft zu betreiben. Dazu gehört auch, das nächste Ausbildungsjahr zu starten, Azubis zu suchen, Schülern und Schulabgängern eine Perspektive für die Zukunft zu geben.“

Eigentlich hätte die Messe bereits im März stattfinden sollen. Dann kam das Virus. Die EZ wagt nun einen Schritt in Richtung Normalität und veranstaltet, gestützt auf einen ausführlichen Hygieneplan, die Messe. „Wir haben dieses Hygienekonzept sowohl mit dem Messebetreiber als auch mit den Behörden abgestimmt, sodass sichergestellt ist, dass wir die größtmögliche Sicherheit bieten können“, sagt Heinkel.

Kritik daran, die Messe in Zeiten der Corona-Pandemie zu veranstalten, gebe es bislang keine. Im Gegenteil: „Bislang haben wir nur positives Feedback erhalten“, sagt der Geschäftsführer. „Dass wir natürlich nicht jedes Risiko ausschließen können, versteht sich von selbst, allerdings glaube ich, dass wir sehr gut vorbereitet sind, und alle Aussteller sehen der Messe sehr positiv entgegen.“

 

 

Online-Ticketsystem: Vor dem Messebesuch können sich die Besucher eine kostenlose Eintrittskarte für einen bestimmten Zeitpunkt reservieren. Die Zeiten sind im Halbstundentakt geplant, mit einem Ticket ist eine Einlassgarantie verbunden. Denn: Nur 274 Besucher dürfen sich gleichzeitig auf dem Messegelände aufhalten. Die vorab reservierten Tickets sollen verhindern, dass die Warteschlange vor dem Gebäude zu lang wird. Denn auch, wer spontan vorbeikommen möchte, kann die Messe besuchen.

 

Einlass-Chips: „Zusätzlich zu der Voranmeldung mit Online-Tickets und der Angabe von Kontaktdaten wird die Besucheranzahl mit Einlass-Chips geregelt“, sagt Patrizia Österle, Mitorganisatorin der Messe. Einen solchen Chip bekomme jeder am Eingang und gebe ihn am Ausgang wieder ab. Dort wird der Chip desinfiziert, und ein neuer Besucher darf hinein.

 

Kontaktdaten: Ebenso wie bei einem Restaurantbesuch, werden auch vor dem Gang über die Messe die Kontaktdaten notiert. Sollte es einen Corona-Fall geben, könne man die Besucher informieren, erklärt Österle.

 

Maske und Abstand: Auf der Messe gibt es eine Maskenpflicht, und der Mindestabstand von eineinhalb Metern sollte eingehalten werden.

 

Einbahnstraße: „Wir haben eine Art Ikea-Rundgang organisiert“, sagt Österle. „Der Besucher wird in einer Einbahnstraße durch die Messe geleitet.“ Der gesamte Rundgang ist ausgeschildert. Niemand werde nach einer bestimmten Zeit weggeschickt, meint Österle. Man könne auch einen zweiten Rundgang machen. Und: „Auf dem Weg entlang wird es genügend Desinfektionsspender geben.“

 

Aussteller: Rund 30 Unternehmen und Organisationen aus der Region stellen ihre Ausbildungsberufe vor und informieren über Weiterbildungsmöglichkeiten. „An den Messeständen gibt es wie üblich Infoflyer“, sagt Österle. Verschiedene Branchen bieten Schülern und Schulabgängern, aber auch Berufstätigen, die sich weiterbilden ober neu orientieren wollen, Informationen und Beratungen an.

„Das Besondere ist natürlich, dass wir dieses Jahr nicht so viele Mitmachaktionen bieten können und weniger Personal an den Ständen zur Verfügung stehen wird“, erklärt der EZ-Geschäftsführer Andreas Heinkel. „Wir haben Aussteller, die jungen Menschen eine Perspektive für die Zukunft anbieten wollen. Das ist, glaube ich, in dieser besonderen Zeit auch ein tolles Zeichen aus der Wirtschaft an die Schulabgänger: Es geht auch nach der Pandemie weiter. Informiert euch zu Ausbildungsplätzen in der Region.“

 

Mehr Informationen: Die Messe ist am Samstag, 12. September, von 9 bis 16 Uhr im Neckar Forum, Ebershaldenstraße 12 in Esslingen. Karten und Informationen unter www.karrieremesse-esslingen.de




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