Herr Schweikardt, die vergangenen drei Heimspiele hat der TVB alle gewonnen. Warum klappt’s am Donnerstag ein weiteres Mal?
Weil wir wie zuletzt wieder einen sehr guten Heimspiel-Auftritt hinlegen wollen und selbstbewusst ins Spiel gehen. Wobei es eine schwere Aufgabe wird. Die Leipziger stehen zwar in der Tabelle nicht ganz so gut da, aber ich sehe sie auf ähnlichem Niveau wie Melsungen und Hannover. Allein ihr Rückraum mit Matej Klima, Luca Witzke und Viggo Kristjansson ist oberstes Regal.
Der TVB hat mit 18:30 Zählern ein Fünf-Punkte-Polster auf einen Abstiegsplatz. Wie sehr schauen Sie nach hinten?
Man braucht keinen Riesensachverstand, um zu sehen, welch verrückte Ergebnisse in der Liga immer wieder vorkommen. Deshalb hat man die Tabelle immer im Blick. Wir müssen aber ganz einfach unsere Hausaufgaben machen, dann bekommen wir keine Probleme.
Wie viel Punkte benötig man am Ende?
Schwer zu sagen, mit 24 ist man sicher durch, vielleicht reichen auch 22.
Gibt’s an der Personalfront Entspannung?
Fynn Nicolaus wird nach seinem Bänderriss wieder im Kader stehen. Zumindest für einen Einsatz in der Abwehr sollte es gegen Leipzig reichen. Unsere drei langzeitverletzten Spieler sind ja ohnehin kein Thema.
Wo und wann wird Max Häfner nach seinem Kreuzbandriss operiert?
Max wird an diesem Mittwoch in Augsburg operiert.
Warum haben Sie Neuzugang Ante Ivankovic, der bei seiner Premiere in Kiel fünf Tore warf, zuletzt in Hannover nach einem Wechselfehler gar nicht mehr eingesetzt?
Ich wollte mit dem eingespielten Team, ohne große Rotation, das Spiel zu Ende spielen. Das wird sich wieder ändern, aber Ante braucht – unabhängig von seinem starken ersten Spiel – eine gewisse Eingewöhnungszeit.
In Jens Bürkle kommt in der neuen Saison ein etablierter Bundesligacoach zum TVB. Wie haben Sie das aufgenommen?
Wir wollen als Verein weiterkommen, da tut Qualität im Jugendbereich und auch eine breitere Aufstellung in der Sportlichen Leitung nur gut. Ich bin froh, dass er zu uns kommt.
Und fürchten nicht um Ihren Job als Chefcoach?
Nein überhaupt nicht. Ich freue mich auf den Austausch mit ihm und bin mir sicher, dass der gesamte Verein von Jens profitieren wird.
E