Müllsünder in Stuttgart-Untertürkheim Schmuddelecke am Storchenmarkt

Von Mathias Kuhn 

Der Aufgang von der Nebelhornstraße zum Storchenmarkt wird zu einer Schmuddelecke. Tagelang bleiben Sperrmüll und Gelbe Säcke liegen, eine Sitzbank ist demoliert. Die Anwohner sind verärgert.

Der Aufgang von der Nebelhornstraße auf den Storchenmarkt  sieht schmuddelig aus. Es lagern Müllsäcke, und die gemauert Sitzecke ist demoliert. Foto: Mathias Kuhn
Der Aufgang von der Nebelhornstraße auf den Storchenmarkt sieht schmuddelig aus. Es lagern Müllsäcke, und die gemauert Sitzecke ist demoliert. Foto: Mathias Kuhn

Untertürkheim - Für die Anwohner an der Nebelhorn- und Augsburger Straße sowie die Passanten rund um den Storchenmarkt sind sie ein Dauerärgernis: die Schmuddelecken in der Nebelhornstraße am Aufgang auf den Storchenmarkt. Am unteren Ende ist eine Grünanlage, die vom Obst- und Gartenbauverein und dem Albverein gepflegt wird. Drei Meter oberhalb ist eine gemauerte Sitzecke mit Holzbank, die bislang gerne aufgesucht wurde. „Eigentlich müsste ich einen Baum in der Grünanlage stutzen. Aber seit Wochen liegt dort Müll“, klagt Alois Herb, der sich ehrenamtlich um die Grünanlage kümmert.

Auch Anwohner haben sich bei Bezirksvorsteherin Dagmar Wenzel gemeldet. Zunächst versperrte über Tage hinweg Sperrmüll den Weg. Der Großteil davon wurde nach Beschwerden zwar abgeholt. Gegenstände, die die Sperrmüll-Abfuhr nicht mitgenommen haben, blieben aber liegen. Ein Berg voller gelber Säcke kam an den Nachfolgetagen hinzu und sorgte für weiteren Ärger. „Das ist eine Sauerei. Der Storchenmarkt verwahrlost immer mehr“, sorgt sich eine Anwohnerin. Dazu passt, dass auch die Sitzecke aus Stein vor Wochen mutwillig beschädigt wurde. Ein Abdeckstein wurde herausgerissen und zertrümmert. Einige Stücke finden sich in einer benachbarten Grünanlage wieder.

Wenzel kennt die Schmuddelecke. „Wir wissen um die Müllablagerung in dem Bereich und haben bereits mehrfach die Abfallwirtschaft Stuttgart gebeten, für Ordnung zu sorgen.“ Der Erfolg scheint zweifelhaft. Wenige Tage, nachdem die Stadt für Sauberkeit gesorgt hatte, lag wieder Abfall an der Stelle. „Er wird ja abgeräumt. Das bestärkt die Verursacher“, sagt eine Anwohnerin lakonisch. Deswegen hat Wenzel den letzten Abfallberg bewusst einige Zeit liegen lassen, bevor sie abermals die AWS um Hilfe bat. „Wir werden weiter versuchen, den oder die Sünder zu finden und zur Rechenschaft zu ziehen. Aber der Nachweis fällt schwer“, sagt Wenzel.

Sonderthemen