Nach Wahlsieg in Baden-Württemberg Das sagt Kretschmann bei „Markus Lanz“ zur künftigen Regierung

Markus Lanz begrüßte unter anderem auch Winfried Kretschmann in seiner Runde. Foto: imago images/Rüdiger Wölk
Markus Lanz begrüßte unter anderem auch Winfried Kretschmann in seiner Runde. Foto: imago images/Rüdiger Wölk

Mit wem will Winfried Kretschmann nach seinem Wahlsieg in Baden-Württemberg regieren. Bei der ZDF-Talkrunde „Markus Lanz“ zeigt sich der Ministerpräsident weiter offen.

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Stuttgart - Seit Tagen versuchen Journalisten aus Winfried Kretschmann herauszukitzeln, mit wem er denn nun nach seinem großen Wahlsieg künftig regieren will. Der grüne Ministerpräsident hat die Wahl zwischen einer Neuauflage der Koalition mit der geschwächten CDU oder einer Ampel mit SPD und FDP. Am Dienstagabend versuchte Moderator Markus Lanz in der gleichnamigen ZDF-Sendung mehr aus dem 72-Jährigen herauszulocken. Zunächst sagte Kretschmann nur: „Wir sind nicht festgelegt.“ Es hänge davon ab, was die Sondierungsgespräche von diesem Mittwoch an ergeben. Doch dann wurde es doch noch interessant.

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Warum er denn die Koalition mit der CDU nicht einfach fortsetze - „oder war es so schlimm?“, fragte Lanz. „Schlimm war es natürlich nicht. Es war nicht immer ganz einfach“, antwortete Kretschmann. Dann setzte noch nach: „“Nicht schlimm“ ist noch nicht der Maßstab für politisches Handeln.“ Ob er denn ein Ampelbündnis bevorzuge? Darauf Kretschmann: „Erlebnispsychologisch wäre es sicher interessant. Das ist aber auch nicht Maßstab für solch’ eine Entscheidung.“

Verweis auf die Griechen

Aber könne es nicht ein Vorteil sein, mal mit zwei kleinen Partnern zusammenzuarbeiten anstatt mit nur einem großen, der annähernd so stark ist wie die Grünen? Kretschmann: „Das könnte so sein, muss aber nicht so sein. Die Kleinen können sich ja auch gegen den Großen zusammenschließen.“ Das könne man schon bei dem antiken griechischen Philosophen Plato nachlesen.

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Lanz zitierte einen baden-württembergischen CDU-Strategen, der vor der Landtagswahl gesagt hatte: „Wenn Kretschmann die CDU beerdigen kann, wird er das tun.“ Darauf sagte der Grünen-Regierungschef: „Das sehen sie mal ganz falsch. Die CDU ist eine ganz wichtige Volkspartei, die die soziale Marktwirtschaft und die Westbindung begründet hat. Die gerade eine Kanzlerin stellt, die unser Land gut geführt hat viele Jahre lang.“ Er fügte hinzu: „Warum soll ich mir wünschen können, dass diese Partei kleingemacht wird? Das ist jetzt nicht meine Absicht.“ Er mache sie nicht klein. „Ich versuche, die Grünen größer zu machen.“

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