Neubaustrecke Wendlingen-Ulm Steinbühltunnel wird offiziell angeschlagen

Von dud 

Am Freitag wird offiziell der Beginn der Arbeiten für den Steinbühltunnel gefeiert: Es ist der erste auf der Bahn-Neubaustrecke Wendlingen-Ulm. Susanne Ramsauer, die Frau des Bundesverkehrsministers, übernimmt den Tunnelanschlag.

Gewerkelt wird am Tunnel schon seit einigen Wochen, diese Aufnahmen stammen vom 11. Juli. Am Freitag wird der Tunnel offiziell angeschlagen. Foto: Achim Zweygarth 17 Bilder
Gewerkelt wird am Tunnel schon seit einigen Wochen, diese Aufnahmen stammen vom 11. Juli. Am Freitag wird der Tunnel offiziell angeschlagen. Foto: Achim Zweygarth

Hohenstadt - Gebaut wird auf der Fläche an der A 8 schon seit Anfang des Jahres, am Tunnel werkeln die Experten bereits seit einigen Wochen – doch erst am Freitag findet um 9 Uhr der offizielle Tunnelanschlag für den Steinbühltunnel bei Hohenstadt im Kreis Göppingen statt, der erste auf der Bahn-Neubaustrecke Wendlingen-Ulm. Dieser Feier folgt am Samstag ein Tag der offenen Baustelle.

Angekündigt sind Reden von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU), von Bahnchef Rüdiger Grube, dem Landesverkehrsminister Winfried Hermann (Grüne), der Europaabgeordneten Elisabeth Jeggle (CDU) und von Karl-Heinz Strauss, dem Vorstandschef der Porr AG, die mit anderen Firmen den 4,8 Kilometer langen Tunnel in zwei Röhren baut. Die wichtigste Rolle spielt aber Susanne Ramsauer. Die Frau des Bundesministers ist Patin und wird symbolisch den Baustart vor mehreren hundert Gästen erklären.

Hochgeschwindigkeitsstrecke in Nachbarschaft zur A 8

Der Steinbühltunnel schließt sich Richtung Ulm an den noch zu bauenden 8,8 Kilometer langen Boßlertunnel an, dazwischen entsteht mit der 85 Meter hohen Filstalbrücke eine der höchsten Bahnbrücken im Land. Davor und dahinter verläuft die Hochgeschwindigkeitsstrecke in direkter Nachbarschaft zur A 8.

In der offiziellen Einladung spricht das Bundesverkehrsministerium noch immer von Kosten von rund drei Milliarden Euro. Anfangs war der Betrag mit zwei Milliarden Euro, später mit 2,9 Milliarden Euro angegeben worden. Doch in internen Unterlagen der Bahn (die StZ berichtete) ist aktuell bereits von 3,3 Milliarden Euro die Rede. Schon im Jahr 2008 hatte der Bundesrechnungshof von „mindestens 3,2 Milliarden Euro“ Kosten gesprochen – und war damals dafür von Politikern und der Bahn heftig kritisiert worden.