ExklusivNeue Version der VfB-Hymne und Sondertrikot VfB Stuttgart setzt sich für Inklusion ein

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Der Fußball-Bundesligist veranstaltet eine ganze Woche zum Thema Inklusion. Höhepunkt: gegen Werder Bremen läuft der VfB mit einem Sondertrikot auf. Außerdem wurde die Stadionhymne als Zeichen für die Vielfalt von der Brenz Band und der Fraktion neu eingespielt.

Ralf Dinter durfte mit der Brenz Band die Stadionhymne des VfB neu vertonen. Foto: Pfisterer
Ralf Dinter durfte mit der Brenz Band die Stadionhymne des VfB neu vertonen. Foto: Pfisterer

Stuttgart - Die Ergebnisse eines Fußballspieles vorherzusagen ist ähnlich Erfolg versprechend wie Lotto zu spielen. Das hat sich zuletzt in der Champions League gezeigt, als die haushohen Favoriten, der FC Barcelona und Manchester City, im Viertelfinale des europäischen Wettbewerbs nicht vorhersehbare Niederlagen hinnehmen mussten.

Dass der VfB Stuttgart im Spiel gegen Werder Bremen am 21. April aber eine gute Figur machen wird, steht bereits eine knappe Woche vor dem Anpfiff fest. Grund: Der VfB läuft nach Informationen unserer Zeitung in dieser Partie mit einem ganz besonderen Trikot auf, auf dessen Brust die Frage gestellt wird: „Was ist Inklusion?“

Der VfB will ein Zeichen für gelebte Inklusion setzen

Diese Aktion soll einen der Höhepunkte einer ganzen Aktionswoche darstellen, in der der Verein die unterschiedlichen Perspektiven des Themas Inklusion beleuchten möchte. „Der VfB Stuttgart ist sich seiner gesellschaftlichen Verantwortung bewusst“, erklärt Jochen Röttgermann, Vorstand Marketing und Vertrieb beim VfB Stuttgart, auf Nachfrage unserer Zeitung. „Gemeinsam mit unseren Partnern, der Mercedes-Benz-Bank, der Bürgerstiftung Stuttgart und der DFL-Stiftung wollen wir ein Zeichen für gelebte Inklusion setzen“, so Röttgermann weiter.

Die Aktionswoche beginnt am Montagabend mit einem VfB-Netzwerktreffen zum Thema „Was ist Inklusion?“, an der unter anderem Ex-Nationalspieler Thomas Hitzelsperger, Axel Sigle, Vorstand der Bürgerstiftung Stuttgart, und der Vorsitzende der Stiftung der Deutschen Fußball-Liga (DFL), Stefan Kiefer, teilnehmen. Ebenfalls an diesem Tag wird ein besonderes Highlight der Themenwoche vorab präsentiert: eine neue Version der Stadionhymne „Für immer VfB“, gemeinsam eingespielt von der Brenz Band und der Gruppe Die Fraktion, die den Song ursprünglich geschrieben hat.

„Für immer VfB“ neu eingespielt von der Brenz Band und der Fraktion

Die Brenz Band, ein musikalisches Inklusionsprojekt aus Ludwigsburg, steht gemeinsam mit der Fraktion auch im Mittelpunkt des neuen Hymnenvideos, das vom VfB gefördert wurde und das Produzent Jochen Laube, der im vergangenen Jahr mit dem RAF-„Tatort“ aus Stuttgart für Aufsehen gesorgt hatte, produziert hat. Das neue Video zur 2018er-Version von „Für immer VfB“ wird am Tag vor dem Spiel gegen Werder Bremen uraufgeführt. Es soll nach Angaben des VfB künftig vor jedem Heimspiel des Vereins gespielt werden, um ein Zeichen für Inklusion zu setzen, das über die Aktionswoche hinausreicht.

Ein weiteres Highlight der Themenwoche soll das Inklusions-Sondertrikot des VfB darstellen, für das die Mercedes-Benz-Bank auf ihren Schriftzug auf der Brust verzichtet. Angesichts der Summen, die Sponsoren im Profifußball zahlen, dürfte das keine ganz so günstige Maßnahme sein. „Inklusion ist für uns ein wichtiges Anliegen, bei dem wir als Unternehmen ein Zeichen setzen können. Für uns ist das eine Herzensangelegenheit. Dafür stellen wir gerne auch einmal die Werbewirkung zurück“, sagt Franz Reiner, der Vorstandsvorsitzende der Bank.

Der Hauptsponsor verzichtet zu Gunsten der Aktion auf seinen Schriftzug

Die Frage „Was ist Inklusion“ wird auf den Trikots mit Schlagwörtern wie „Zusammenhalt“ beantwortet. „Inklusion ist für mich eine Frage von Toleranz und Vielfalt. Es gibt viele Menschen, die andere Bedürfnisse in ihrem Leben haben. Die müssen und wollen wir in unserem Unternehmen genauso einbinden wie in der Gesellschaft insgesamt“, so Franz Reiner.

Das Ergebnis dieser Aktion ist übrigens ausnahmsweise leicht vorherzusagen: Das Engagement des Vereins hätte einen Heimsieg gegen Werder Bremen verdient.

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