Neues E-Auto für die Saison 2022/23 Porsche bleibt langfristig in der Formel E

  Foto: Porsche/Jürgen Tap
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In der Formel E wird von 2022 an eine neue Generation Elektro-Rennwagen an den Start gehen – nun hat sich auch Porsche wie Nissan und Mahindra für die Teilnahme eingeschrieben. Mercedes zögert noch.

Sport: Jürgen Kemmner (jük)
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Stuttgart - Porsche hat sich auch über diese Saison hinaus zur Formel E bekannt. Wenn die elektrische Rennserie mit weiterentwickelten Rennwagen der Generation 3 (Gen3) in der Saison 2022/23 startet, ist der Sportwagenhersteller mit einem Werkteam dabei. Mit der Einschreibung unterstreicht Porsche die Philosophie, durch die Entwicklung elektrisch angetriebener Rennfahrzeuge den Grundstein für künftige Mobilitätslösungen zu legen. „Mit der neuen Rennwagengeneration Gen3 beginnt für die Formel E das nächste Kapitel ihrer Erfolgsgeschichte. Da wollen wir auf jeden Fall dabei sein“, sagt Motorsportchef Fritz Enzinger, „die zurückliegende Saison hat das trotz aller pandemiebedingten Einschränkungen bestätigt.“ Die Stuttgarter waren 2019 in die Formel E eingestiegen und hatten im Debütjahr zwei Podiumsplätze sowie eine Pole-Position erreicht. Beim ersten WM-Lauf der Saison am 26. und 27. Februar in Riad holte Pascal Wehrlein elf Punkte, André Lotterer ging leer aus. Das nächste Rennen steigt am 10. April in Rom.

Die neuen Autos leisten bis zu 350 kW

Die Rennwagen der Gen3 sind ein technischer Meilenstein in der Weiterentwicklung, die Leistung wird im Vergleich zu den in dieser Saison gefahrenen Boliden deutlich erhöht. Im Qualifyingmodus stehen dann 350 kW (476 PS) zur Verfügung statt bisher 250 kW (340 PS), im Rennmodus sind es 300 kW (408 PS) statt bisher 200 kW (272 PS). Die Autos erhalten zudem ein elektrisches Allradbremssystem, mit dem effizienter Energie zurückgewonnen werden kann. „Ich bin sehr erfreut, dass sich Porsche zu einer langfristigen Partnerschaft bekennt“, sagt Formel-E-Geschäftsführer Jamie Reigle, „die Präsenz von Porsche hat gezeigt, dass es eine treibende Kraft bei unserer weiteren Entwicklung sein wird.“ Der japanische Hersteller Nissan sowie das indische Unternehmen Mahindra haben sich ebenfalls schon zur Gen3 bekannt, eine Zusage von Mercedes liegt noch nicht vor.

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