Neujahrsbaby in Stuttgart Ein Hang zu besonderen Geburtsdaten

Von lim 

Vincent Dominick erblickt 2019 als erstes Baby in Stuttgart das Licht der Welt. Nicht nur er, auch sein zwei Jahre älterer Bruder Kevin haben einen Hang zu besonderen Geburtsterminen.

Camelia Gligor mit ihrem Sohn Vincent Dominick Foto: Lichtgut/Julian Rettig
Camelia Gligor mit ihrem Sohn Vincent Dominick Foto: Lichtgut/Julian Rettig

Stuttgart - Im imaginären Rennen um die Niederkunft des ersten Kindes 2019 in Stuttgart hatte das Robert-Bosch-Krankenhaus die Nase vorne. Vom Klinikum Stuttgart wurde die erste Geburt am Neujahrstag auf 1.19 Uhr vermeldet, bei der St.-Anna-Klinik kam um 5.14 Uhr das erste Baby zur Welt, und im Kreißsaal des Marienhospitals blieb es bis zum Morgengrauen sogar gänzlich ruhig. Somit war Vincent Dominick der Schnellste. Denn schon um 0.20 Uhr hatte der 3440 Gramm schwere und 52 Zentimeter große Junge im Robert-Bosch-Krankenhaus das Licht der Welt erblickt.

Eigentlich sollte das Kind erst viel später kommen. Auf dem 14. Januar lag der errechnete Geburtstermin. „Er wollte wohl schon Silvester mitfeiern“, sagt Mutter Camelia mit lächelndem Blick auf ihren kleinen Frühstarter. Das unweit des Krankenhauses in der Auerbachstraße wohnende Ehepaar Gligor wollte seine Silvesterfeier eigentlich bei Freunden in Wendlingen verbringen. „Ab 14 Uhr haben dann die ersten Wehen begonnen, um 18 Uhr wurden sie stärker“, erzählt die 30-jährige Mutter über die kurzfristige Änderung aller Pläne für den Jahreswechsel.

Bruder kam am ersten Weihnachtsfeiertag zur Welt

Von 22 Uhr an befanden sich Camelia und Eugen Gligor im Krankenhaus. Im Kreißsaal hatte das Ehepaar verständlicherweise kaum Gedanken an Raketen, Böller oder die Feier zum Jahreswechsel übrig. „Aber ich wusste eigentlich immer, wie viel Uhr es ist“, sagt Camelia Gligor, die trotz des zunehmenden Geburtsstresses nicht vergaß, welch besondere Nacht es war. „Ich wollte eine Punktlandung“, sagte die frischgebackene Mutter, die ihr Kind am liebsten exakt um 0 Uhr zur Welt gebracht hätte. 20 Minuten länger hat der Kleine dann noch gebraucht. „Aber es hat alles gut geklappt“, sagt die junge Mutter zwölf Stunden später über die komplikationslose Geburt.

Vier weitere Kinder kamen bis zur Mittagszeit im Robert-Bosch-Krankenhaus zur Welt. „Man weiß vorher nie genau, wie der Tag läuft. Zwischen keiner einzigen Geburt auf der einen und elf Kindern auf der anderen Seite hatten wir schon alles“, sagt eine Stationsmitarbeiterin im Mutter-Kind-Zentrum des Hauses.

Der Hang zu besonderen Geburtsterminen ist der Familie Gligor nicht abzusprechen. Denn nicht nur Vincent Dominick hat mit dem 1. Januar ein markantes Datum erwischt. Sein zwei Jahre älterer Bruder Kevin kam am ersten Weihnachtsfeiertag zur Welt.

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