NSU-Prozess Kaffee und Kuchen in konspirativer Wohnung

Beate Zschäpe (Mitte) mit ihren Verteidigern im Münchner Gerichtssaal. Foto: dpa
Beate Zschäpe (Mitte) mit ihren Verteidigern im Münchner Gerichtssaal. Foto: dpa

Eine Jugendfreundin von André E. sagt im NSU-Prozess aus. Sie erzählt von Kaffee und Kuchen in einer konspirativen Wohnung in Chemnitz. Hier waren Zschäpe, Mundlos und Böhnhardt untergetaucht.

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Eine Jugendfreundin von André E. sagt im NSU-Prozess aus. Sie erzählt von Kaffee und Kuchen in einer konspirativen Wohnung in Chemnitz. Hier waren Zschäpe, Mundlos und Böhnhardt untergetaucht.

München - Im NSU-Prozess hat eine Jugendfreundin des mutmaßlichen Terrorhelfers André E. am Dienstag interne Einzelheiten aus der Unterstützerszene des NSU-Trios preisgegeben. Kurz nach dem Abtauchen von Beate Zschäpe, Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos habe E. sie zu Besuchen in die konspirative Fluchtwohnung in Chemnitz mitgenommen. Vorher hätten sie eingekauft und „Kaffee, Kuchen, Milch und solche Dinge“ mitgebracht. Die Wohnung bezeichnete die Zeugin als beengt. Sie habe gewusst, dass die drei sich dort verstecken. Den genauen Grund habe sie nicht gekannt.

Die Zeugin sagte, sie sei mit dem Mitangeklagten E. von 1997 bis zum Frühjahr 1999 zusammen gewesen. Sie bezeichnete E. als Skinhead mit rechtsextremer Gesinnung. Schon bald habe sie sich an seiner Einstellung gestört, die sie als negativ und rückwärtsgewandt bezeichnete. „Eine Familie hätte ich mit André nicht gründen können“, sagte sie in dem Verfahren vor dem Oberlandesgericht München.

Zschäpe ist wegen zehnfachen Mordes und zweier Sprengstoffanschläge angeklagt. E. gehört zu den Helfern, die das Trio im Untergrund unterstützt haben sollen. Böhnhardt und Mundlos sind tot.

 




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