OB-Wahl in Stuttgart Nopper, Schreier und Rockenbauch liefern sich harten Schlagabtausch

Von Thomas Braun 

Bei der Podiumsdiskussion unserer Zeitung im Stuttgarter Hospitalhof haben sich am Montagabend die drei aussichtsreichsten Bewerber für die OB-Wahl einen kontroversen Schlagabtausch geliefert.

Die Kandidaten Nopper, Rockenbauch und Schreier (v. li.), eingerahmt von den Moderatoren Swantje Dake (ganz links) und Joachim Dorfs. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko 26 Bilder
Die Kandidaten Nopper, Rockenbauch und Schreier (v. li.), eingerahmt von den Moderatoren Swantje Dake (ganz links) und Joachim Dorfs. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Stuttgart - Die drei aussichtsreichsten Kandidaten für die Nachfolge von Stuttgarts OB Fritz Kuhn (Grüne) haben sich am Montagabend bei der Podiumsdiskussion unserer Zeitung einen kontroversen und teilweise harten Schlagabtausch geliefert. Unter der Moderation der Chefredakteure Joachim Dorfs (Stuttgarter Zeitung) und Swantje Dake (Digitales StZ/StN) diskutierten Frank Nopper (CDU), der als unabhängiger Bewerber mit SPD-Parteibuch angetretene Marian Schreier und der vom Bürgerbündnis SÖS unterstützte Stadtrat Hannes Rockenbauch knapp zwei Stunden lang im Hospitalhof über Themen wie Klimaschutz, Sicherheit, Verkehr, Wohnungsbau und Wirtschaft. Die Veranstaltung fand coronabedingt ohne Saalpublikum statt und war nur per Livestream zu verfolgen.

Beim Thema Transparenz der Wahlkampffinanzierung geraten Bewerber aneinander

Zu Beginn des Abends stand das Thema Transparenz der Wahlkampffinanzierung im Fokus. Anlass waren aktuelle Vorwürfe, der Kandidat Schreier werde von der Schweizer Organisation Operation Libero unterstützt. Schreier verwahrte sich entschieden dagegen: Es gebe weder eine finanzielle noch eine inhaltliche Unterstützung durch die Schweizer Initiative.

Rockenbauch, in dessen Unterstützerkreisen Schreier die Urheber der Vorwürfe verortete, erneuerte seinen Vorschlag, das Wahlkampfbudget für alle Bewerber zu deckeln. Beim Klimaschutz warben Nopper und Schreier für Pragmatismus, Rockenbauch forderte ambitioniertere Ziele. Beim Thema Sicherheit sprach sich Nopper für mehr Polizeipräsenz in sozialen Brennpunkten aus, Schreier nahm zudem das Thema Sauberkeit in den Blickpunkt. Rockenbauch will das Thema vor allem unter sozialen Aspekten angehen.

Im ersten Wahlgang am 8. November hatte Nopper klar vor der Grünen-Bewerberin Veronika Kienzle gelegen, dicht gefolgt von Schreier und Rockenbauch. In der Folge hatte Kienzle ihre Kandidatur zurückgezogen, nachdem eine Einigung auf einen gemeinsamen Bewerber des ökosozialen Lagers gescheitert war. Der entscheidende Durchgang der OB-Wahl findet am 29. November statt. Außer den Genannten stehen sechs Einzelbewerber auf dem Stimmzettel.




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