OB-Wahl in Stuttgart So geht es weiter bis zum zweiten Wahlgang

Im Stuttgarter Rathaus hat die Stadt ein Briefwahlzentrum eingerichtet. Seine Stimme kann man dort bereits ab dem 16. November erneut abgeben. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski
Im Stuttgarter Rathaus hat die Stadt ein Briefwahlzentrum eingerichtet. Seine Stimme kann man dort bereits ab dem 16. November erneut abgeben. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Nach der Wahl ist vor der Wahl: Am 29. November entscheidet sich, wer auf OB Fritz Kuhn im Stuttgarter Rathaus folgt. Der Wahlzettel könnte bis dahin kürzer werden.

Stuttgart - Weil keiner der Kandidaten beim ersten Wahlgang die absolute Mehrheit der Stimmen erreicht hat, werden die rund 450 000 Stuttgarter und Stuttgarterinnen erneut zur Urne gerufen. Die bisher 14 Kandidaten haben drei Tage Zeit, sich zu sortieren. Wer nicht mehr antreten will – Martin Körner (SPD) und Malte Kaufmann (AfD) haben dies bereits angekündigt – muss dies bis Mittwoch, 11. November, dem Wahlamt mitteilen. Neue Kandidaten haben bis dahin die Möglichkeit zur Bewerbung.

Kein Szenario für Absage

Denn die entscheidende Abstimmung am Sonntag, 29. November, ist eine Neuwahl, bei der die relative Mehrheit ausreicht, um am 7. Januar 2021 OB zu werden. Für die bisherigen Kandidaten bleibt die Reihenfolge auf dem Stimmzettel, neue werden angefügt. 2012 reduzierte sich die Zahl der Bewerber von der ersten zur zweiten Wahl von 14 auf 9. Für die Wähler ändern sich die Regularien zur Entscheidung am 1. Advent nicht. Jene 115 000, die für den ersten Urnengang Briefwahl beantragt hatten, erhalten die Wahlbriefe erneut nach Hause. Neue Anträge können in Papierform oder online bis zum 26. November gestellt werden. „Wer uns den Antrag per Post schickt, sollte das bis zum 19. November tun“, sagt Thomas Schwarz, der Leiter des Statistikamtes. Im Rathaus können Briefwahlanträge bis zum 27. November gestellt werden. Seine Stimme kann man dort ab dem 16., in den Bezirksrathäusern ab dem 17. November abgeben.

Trotz steigender Coronazahlen gebe es „kein Szenario für die Absage der Wahl“, sagt Schwarz. Alle Wahllokale würden geöffnet, die per Verfügung verordnete Maskenpflicht, für die es unter bestimmten Umständen eine Befreiung gibt, gilt fort.




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