Öffentlicher Dienst 900 Beschäftigte beteiligen sich an Warnstreiks

Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst gehen für mehr Geld auf die Straße. Foto: dpa/Matthias Balk
Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst gehen für mehr Geld auf die Straße. Foto: dpa/Matthias Balk

Die Gewerkschaft Verdi erhöht den Druck auf die Arbeitgeber in Baden-Württemberg. Wo im Land gestreikt wurde – und wie viel mehr Gehalt die Gewerkschaften fordern.

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Stuttgart - Vor der dritten Verhandlungsrunde im öffentlichen Dienst hat die Gewerkschaft Verdi im Südwesten noch einmal den Druck erhöht. Verdi-Landeschef Martin Gross sagte am Donnerstag: „Die Arbeitgeber müssen sich bis zum Wochenende entscheiden, ob sie den zweiten Corona-Winter mit oder gegen ihre eigenen Beschäftigten bestreiten wollen.“ Die bundesweiten Gespräche werden am Wochenende in Potsdam in dritter Runde fortgesetzt.

Warnstreiks auch an Universitäten im Land

Am Donnerstag beteiligten sich nach Gewerkschaftsangaben über 900 Beschäftigte an den kurzfristigen Arbeitsniederlegungen und Kundgebungen in Tübingen, Heidelberg und Ravensburg. Ein Schwerpunkt waren erneut die Zentren für Psychiatrie. Gross sagte weiter, wie laut müssten die Alarmglocken eigentlich noch läuten, bis die Verhandlungsführung der Länder den Ernst der Lage erkenne. „Von Potsdam muss am Wochenende ein Signal an alle Beschäftigten in den Gesundheitsberufen ausgehen: wir haben verstanden. Und wir handeln jetzt.“

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Warnstreiks gab es unter anderem auch an den Universitäten in Tübingen, Heidelberg und Mannheim. Die Gewerkschaften fordern fünf Prozent mehr Gehalt für die rund eine Million Beschäftigten des öffentlichen Dienstes der Länder – mindestens 150 Euro monatlich, für Pflegekräfte mindestens 300 Euro im Monat. Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) hatte dies als unrealistisch zurückgewiesen.

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