Opernsanierung in Stuttgart Erhalten Opernplaner das Startsignal?

Am Mittwoch  soll im Stuttgarter Gemeinderat der Grundsatzbeschluss zur Sanierung der Stuttgarter Staatsoper gefasst werden. Foto: dpa/Bernd Weissbrod
Am Mittwoch soll im Stuttgarter Gemeinderat der Grundsatzbeschluss zur Sanierung der Stuttgarter Staatsoper gefasst werden. Foto: dpa/Bernd Weissbrod

Der Stuttgarter Gemeinderat befasst sich am Mittwoch mit dem Grundsatzbeschluss zum milliardenschweren Großprojekt. Der Steuerzahlerbund hat eine klare Meinung zur Sanierung der Oper.

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Stuttgart - Kurz vor der Entscheidung des Stuttgarter Gemeinderats zur milliardenschweren Sanierung der Staatsoper fordert der Bund der Steuerzahler eine preiswertere Lösung für das milliardenschwere Großprojekt. „Wir befinden uns derzeit in einer finanziell äußerst angespannten Situation. Da können wir nicht so tun, als sei nichts geschehen“, kritisierte Zenon Bilaniuk, der Landesvorsitzende des Steuerzahlerbunds. Land und Stadt müssten das Projekt „abspecken und eine Lösung finden, die deutlich weniger Geld verschlingt“, sagte er gegenüber der Nachrichtenagentur dpa.

13,5 Millionen Euro Planungsmittel als städtischer Anteil

Der Gemeinderat entscheidet am Mittwoch, 28. Juli, allerdings zunächst nur über die Freigabe von Planungsmitteln für die Sanierung und Erweiterung des Stuttgarter Opernhauses inklusive der Errichtung einer Interimsspielstätte bei den Wagenhallen. Die Summe in Höhe von 13,5 Milionen Euro entspricht der Hälfte der 27 Millionen, die das Land bereits für die Planung eingestellt hat. Land und Stadt als Träger der württembergischen Staatstheater teilen sich die Kosten für das Projekt, das insgesamt rund eine Milliarde Euro kosten könnte, jeweils zur Hälfte.

Projektsteuerer soll Kostenentwicklung im Blick behalten

Der Beschluss des Gemeinderats, für den eine breite Mehrheit erwartet wird, ist zugleich eine Grundsatzentscheidung, dass man auf Basis der vorliegenden Planungen das Projekt auf die Schiene setzt. Der eigentliche Baubeschluss erfolgt später, insgesamt wird mit einer Bauzeit von etwa zehn Jahren gerechnet. Über die vergangenen sechs Jahre hinweg gab es heftige Diskussionen über Kosten, den Einbau einer Kreuzbühne in das denkmalgeschützte Gebäude sowie mögliche Alternativstandorte für eine Interimsspielstätte sowie den Bau einer Hybridspielstätte für Oper und Ballett. Diese dürften sich mit der Entscheidung im Gemeinderat weitgehend erledigt haben. Ein externer Projektsteuerer soll auf Wunsch der Stadt die Kostenentwicklung während der Bauzeit überwachen.




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