ExklusivPaukenschlag bei Porsche Uwe Hück geht in die Politik

Von Anne Guhlich und  

Paukenschlag bei Porsche: Der langjährige Betriebsratschef des Stuttgarter Sportwagenbauers Porsche, Uwe Hück, legt überraschend alle Ämter nieder.

Uwe Hück ist seit 1985 bei Porsche. Foto: Oliver Willikonsky - Lichtgut 14 Bilder
Uwe Hück ist seit 1985 bei Porsche. Foto: Oliver Willikonsky - Lichtgut

Stuttgart - Paukenschlag bei Porsche: Der langjährige Betriebsratschef des Stuttgarter Sportwagenbauers Porsche, Uwe Hück, legt überraschend alle Ämter nieder. „Ich habe mich dazu entschieden, weil ich in die Politik gehen will“, sagte Hück in einem Interview mit der „Stuttgarter Zeitung“ und den „Stuttgarter Nachrichten“. „Denn ich mache mir Sorgen um Deutschland.“

Zunächst wolle er bei der Kommunalwahl in Pforzheim antreten. „Pforzheim liegt ebenso im Argen wie Porsche als ich dort Betriebsrat wurde.“ Hück ist seit knapp 35 Jahren bei dem Sportwagenbauer. Er sitzt dem Gesamtbetriebsrat vor, ist stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Porsche AG und Aufsichtsratsmitglied bei der Muttergesellschaft VW. Hücks Aufgaben als Betriebsrat übernimmt sein bisheriger Stellvertreter, Werner Weresch. Seine Stiftungstätigkeit will Hück künftig verstärken.

Porsche-Mitarbeiter traf Nachricht überraschend

Hück betonte, sein Rücktritt habe nichts mit etwaigen Ermittlungen im Zuge der Abgasaffäre zu tun. „Demokratie lebt vom Wechsel. Ich will, dass es nach mir bei Porsche wieder mehr Vielfalt geben kann.“ Die Porsche-Mitarbeiter traf die Nachricht völlig überraschend. „Ich wollte für meinen Abschied keinen Tag haben, an dem die Menschen fragen: Warum ist er noch da? Ich wollte einen Tag haben, an dem sie fragen: Warum geht er?“, so der 56-Jährige.