Pestalozzischule Stuttgart-Rohr Neue Rektorin will gute Stimmung im Haus

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Nach einem Jahr Vakanz hat die Pestalozzischule wieder eine Schulleiterin. Silke Plaas folgt auf Sabine Nafe. Wir haben mit ihr über ihren Werdegang und ihre Ziele für die Grund- und Werkrealschule gesprochen.

Silke Plaas möchte die Grund- und Werkrealschule weiter voranbringen. Foto: A. Kratz
Silke Plaas möchte die Grund- und Werkrealschule weiter voranbringen. Foto: A. Kratz

Rohr - Schon als Kind ist Silke Plaas immer gern zur Schule gegangen. Das war ein Grund dafür, weshalb sie sich für den Lehrerberuf entschieden hat. Allerdings machte die gebürtige Heilbronnerin nach dem Abitur erst einmal eine Ausbildung zur medizinisch-technischen Assistentin am Katharinenhospital in Stuttgart. Ein Jahr lang arbeitete sie in diesem Beruf. „Dann habe ich aber gemerkt, dass das nichts für mich ist. Ich wollte lieber etwas mit Kindern machen“, sagt Plaas.

Also studierte sie an der Pädagogischen Hochschule in Ludwigsburg auf Lehramt die Fächer Mathematik, Sachunterricht und Anfangsunterricht. Ihr Referendariat machte sie 1998 und 1999 an der heutigen Riedseeschule in Möhringen. Anschließend war sie an der Vaihinger Österfeldschule, bevor sie für ein Jahr als Konrektorin an die Riedseeschule zurückkehrte. In den vergangenen vier Jahren leitete Plaas die Bachschule in Feuerbach. Als im vergangenen Herbst Sabine Nafe die Pestalozzischule verließ und als Rektorin an die Gotthard-Müller-Schule in Bernhausen wechselte, bewarb sich Plaas auf die Stelle. Mit Erfolg, seit dem 1. August ist sie die neue Rektorin an der Rohrer Grund- und Werkrealschule.

Das Ziel ist ein zeitgemäßer Unterricht

Auch wenn sie als Rektorin viel mit der Organisation zu tun habe, liebe sie nach wie vor das Unterrichten. „Da Schöne an meinem Beruf ist, dass es immer spannend bleibt, weil sich immer was verändert. Mein Ziel ist ein zeitgemäßer Unterricht“, sagt sie. Es waren vor allem zwei Dinge, die Plaas zum Wechsel bewogen. Zum einen sei sie eine überzeugte Grund- und Werkrealschullehrerin. „Die Werkrealschule ist nach wie vor gefragt und hat ihre Berechtigung.“ Die Berufsorientierung sei ihr wichtig. Ihr Ziel sei es, dass die Schüler nach ihrem Abschluss einen Ausbildungsplatz bekommen, sagt Plaas und ergänzt: „Ich finde es auch schön, wenn Schüler von Klasse 1 bis 10 in einer Schule unterrichtet werden. Dieses Miteinander von Groß und Klein ist sehr bereichernd.“

Zum anderen sei die Bachschule bereits seit sieben Jahren eine teilgebundene Ganztagsschule. Die Pestalozzischule hingegen befinde sich noch im Aufbau. „So habe ich die Chance, noch viel zu gestalten“, sagt Plaas. Ihr Ziel sei eine Schule mit einem qualitativ hochwertigen Unterricht und einer qualitativ hochwertigen Betreuung. Außerdem möchte sie, dass sich alle an der Pestalozzischule wohlfühlen – Schüler, Lehrer und Eltern. „Wenn die Stimmung im Haus gut ist, kann auch alles andere gelingen“, findet die 46-Jährige.

Zur Ruhe kommt die Schule noch nicht

Plaas hat sich an ihrem neuen Arbeitsplatz bereits gut eingelebt. „Das Kollegium und Herr Peter Dünschede als Konrektor haben die Schule im vergangenen Jahr sehr gut geführt und verantwortungs- und pflichtbewusst gehandelt“, lobt die neue Rektorin und fügt hinzu: „Das waren ja keine normalen Jahre, denn es gab sehr viele Veränderungen.“ So wurden die beiden maroden Pavillons geschlossen. Aktuell sind Bagger im Einsatz und reißen die Reste ab. An ihrer Stelle soll nun ein neuer Spielplatz entstehen. Der neue Modulbau ist mittlerweile eröffnet. „Ich finde, dass das Gebäude gut gelungen ist. Das viele Holz vermittelt eine angenehme Atmosphäre.“ Nun müsse wieder Normalität in den Schullalltag einkehren.

Zur Ruhe kommen Plaas und ihr Team aber sicher noch nicht. Denn geplant ist, dass die Pestalozzischule, das Hegel-Gymnasium, die Robert-Koch-Realschule und die Verbundschule Rohr zu einer Art Campus zusammenwachsen. Auf die Frage, was sie von diesem Projekt halte, antwortet Plaas: „Die Stadt nimmt Geld in die Hand und es sind schon gute Dinge geplant. Ich bin überzeugt davon, dass damit viele neue Möglichkeiten und Chancen entstehen. Aber das ist ein Thema, in das ich mich erst noch einarbeiten muss.“

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