Pläne für die Lehenbühlstraße in Renningen Barrierefreier Spaß auf dem Spielplatz

Nicht nur der Spielplatz am Bismarckplatz soll deutlich aufgewertet werden, Anwohner wünschen sich auch Sitzgelegenheiten speziell für Senioren. Foto: Simon Granville

Die Sanierung der Lehenbühlstraße steht bevor. Der Spielplatz soll deutlich aufgewertet werden, auch mit speziellen Spielgeräten.

Mehr barrierefreie Spielgeräte auf den städtischen Spielplätzen wünschen sich die Frauen für Renningen. Welch ein glücklicher Zufall, dass in der Lehenbühlstraße der Spielplatz am Bismarckplatz erweitert und aufgewertet werden soll. Dort soll die Idee zum Tragen kommen. Darüber hinaus sind an der Lehenbühlstraße, die umfassend saniert wird, noch weitere kleinere und größere Veränderungen geplant. Die Planungen werden jetzt immer konkreter. Das Gesamtprojekt kommt geschätzt auf knapp vier Millionen Euro.

 

Im Sanierungsgebiet südlich der Alten Bahnhofstraße bildet der Bereich rings um die Lehenbühlstraße den letzten Abschnitt. Die Straßen werden einschließlich der Kanalisation, der Wasser- und Stromleitungen und Straßenbeleuchtung umfassend saniert. Die Lehenbühlstraße erhält im Zuge der Arbeiten außerdem breitere Gehwege, Längsparkplätze sollen sich mit neuen Baumbeeten abwechseln. Die gravierendste Veränderung betrifft aber die Gestaltung des Bismarckplatzes zusammen mit der Bismarckstraße zwischen Wagner- und Lehenbühlstraße. Denn die Zufahrt zur Wagnerstraße wird für Autos künftig komplett gekappt. Im Gegenzug werden die Freiflächen rings um den bereits bestehenden Spielplatz deutlich ausgeweitet: Mehr Bäume, mehr Bänke und mehr Spielgeräte sollen für eine größere Aufenthaltsqualität sorgen.

Aufenthaltsqualität gewünscht: nicht nur für Kinder, auch für Senioren

Die Umgestaltungspläne für die Lehenbühlstraße waren erstmals im Oktober vorgestellt worden, vor rund einem Monat folgte eine Informationsveranstaltung für die Anwohner. Das Ingenieurbüro Schädel hat nun den überarbeiteten Entwurf im Gemeinderat vorgestellt. Eine Anregung, die aus der Bürgerinfo mitgenommen wurde, ist ein Seniorensitzplatz im Bereich des Spielplatzes. Darunter fallen zum Beispiel Seniorenbänke, die grundsätzlich etwas höher angelegt sind, damit das Aufstehen leichter fällt, sowie Stehsitze für Rollatornutzer, die eher zum Anlehnen als zum Sitzen gedacht sind. Zudem soll der Spielplatz eine Hecke als Lärmschutz bekommen.

Womit sich der Gemeinderat nicht glücklich zeigte, ist die Idee, die angedachten Trampoline aus Sicherheitsgründen zu entfernen. Auch diese Anregung war von Anwohnern gekommen, die hier rechtliche Schwierigkeiten sahen. „In Leonberg und in der Wilhelma funktioniert das super, für die Kinder ist das immer eine Attraktion“, fand nicht nur Dennis Metzulat von der SPD. Die Verwaltung und das Ingenieurbüro wollen das Thema genauer überprüfen. „Ohne Not werden wir nicht darauf verzichten“, versprach der Bürgermeister Wolfgang Faißt.

Spielplätze nach und nach aufrüsten

Was das Nachrüsten mit barrierefreien Spielgeräten angeht, dazu haben die Frauen für Renningen einen Antrag zum Haushaltsplan gestellt. „Die Verwaltung hatte bereits in Aussicht gestellt, dies im Zuge des turnusmäßigen Austauschs von Spielgeräten im Bestand oder bei der künftigen Neuanlage von Spielplätzen zu prüfen“, berichtete der Erste Beigeordnete und Stadtkämmerer, Peter Müller. Der Bismarckplatz wäre demnach die nächste Gelegenheit. Wichtig ist der Stadtverwaltung, dass die neuen Spielmöglichkeiten für Kinder mit und ohne Handicap gleichermaßen interessant sind. Eine Idee wäre eine bodenebene Wippe, die man auch mit einem Rollstuhl befahren kann. Welche Spielgeräte letztlich verbaut werden, steht aber noch nicht fest.

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