Polizeieinsatz in Bad Cannstatt AfD-Veranstaltung ruft Demonstranten aus dem „linken Spektrum“ auf den Plan

Die Polizei war am Freitagabend in Stuttgart-Bad Cannstatt im Einsatz. Foto: Andreas Rosar/Fotoagentur Stuttgart 8 Bilder
Die Polizei war am Freitagabend in Stuttgart-Bad Cannstatt im Einsatz. Foto: Andreas Rosar/Fotoagentur Stuttgart

Am Freitagabend kommt die AfD Baden-Württemberg in Stuttgart-Bad Cannstatt zu einer Wahlkampfveranstaltung zusammen. Gegendemonstranten lassen nicht lange auf sich warten. Ein Polizist wird verletzt.

Digital Unit: Lena Hummel (len)
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Stuttgart - Wegen einer AfD-Veranstaltung im Kursaal in Stuttgart-Bad Cannstatt ist es am Freitagabend zu einer Demonstration gekommen. Gegen 17 Uhr hätten sich etwa „100 Personen aus dem linken Spektrum zu einer spontanen Kundgebung“ versammelt, sagt Polizeisprecherin Monika Ackermann auf Nachfrage. Zur gleichen Zeit sei bei der Wahlkampfveranstaltung der AfD Baden-Württemberg vor der Landtagswahl Einlass in den Kursaal gewesen.

Die Gegenveranstaltung sei zwar nicht angemeldet gewesen, man habe den Demonstranten aber einen Platz etwa 50 Meter vom Kursaal entfernt zugewiesen. Das Problem: Die Demonstranten, die sich zunächst unmittelbar an dem mit Gittern abgesperrten Bereich um den Kursaal aufgehalten hatten, wollten ihren Versammlungsort nicht so einfach aufgeben. „Wir haben sie mehrmals angesprochen, mussten sie auch zurück schieben“, sagt Ackermann. Dabei, so die Polizeisprecherin weiter, sei es auch zu einer Körperverletzung gegen einen Polizeibeamten gekommen. „Er wurde aber nur leicht verletzt und konnte seinen Dienst fortsetzen.“

AfD-Veranstaltung läuft bis etwa 20 Uhr

Bis 18 Uhr habe die Kundgebung gedauert. Anschließend seien die Demonstranten vom Kurpark über die König-Karls-Brücke bis zum Wilhelmsplatz und wieder zurück gezogen. Gegen 18.30 Uhr habe sich die Versammlung aufgelöst. Die Polizeibeamten sind trotzdem noch vor Ort – weil die AfD-Veranstaltung noch bis 20 Uhr andauert. Wie viele Polizisten im Einsatz sind, will die Sprecherin nicht sagen.

Konsequenzen wird die nicht angemeldete Versammlung für die Wenigsten haben. Schließlich „sei das Recht auf Versammlung ein hohes Gut“, so Ackermann. Man habe auch darauf geachtet, dass die in der Coronapandemie geltenden Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden. Die meiste Zeit habe das funktioniert. Die Körperverletzung gegen den Polizisten sei zur Anzeige gebracht, ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden, sagt die Polizeisprecherin. „Was da rauskommt, können wir aber natürlich noch nicht sagen“.




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