Privatschulen in Stuttgart 13 000 kommen zur Kundgebung

Von Barbara Czimmer-Gauss 

Am Donnerstag um 12 Uhr ist Demo-Zeit: Dann sollen Tausende Schüler für eine bessere Finanzierung ihrer Privatschulen demonstrieren. Die Schulen haben die Kundgebung als Lerngang deklariert.

Die Schüler sollen am Donnerstagmittag nicht lernen, sondern demonstrieren. Foto: dpa
Die Schüler sollen am Donnerstagmittag nicht lernen, sondern demonstrieren. Foto: dpa

Stuttgart - Rund 13 000 Schüler und Lehrer wollen am Donnerstag um 12 Uhr an einer Kundgebung in Stuttgart teilnehmen. Sie fordern eine höhere Grundfinanzierung von Privatschulen. Entsprechende Zusagen von Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) sollen gesetzlich festgeschrieben werden, fordert die Landesarbeitsgemeinschaft freier Schulen. Eisenmann (CDU) hatte bereits angekündigt, das Land werde den freien Schulen künftig 80 Prozent der Kosten eines staatlichen Schülers ersetzen.

Die hohe Beteiligung kommt zustande, weil die Privatschulen die Teilnahme aller Schüler aus den 8., 9. und 10. Klassen angekündigt haben. Aus Elternkreisen in Stuttgart gab es Hinweise darauf, dass Schülern die Teilnahme als verpflichtend dargestellt worden sei. „Für uns ist das ein außerschulischer Lerngang zum Thema Politik, die Lehrer waren angehalten, das Thema und dessen Entwicklung zu erörtern“, sagt Sonja Spohn vom evangelischen Mörike-Gymnasium in Stuttgart. Für Schüler, die nicht teilnehmen, seien Lehrer anwesend.

Nachfragen von Eltern hat es kaum gegeben

Rektor Bertholdt Lannert vom Heidehof-Gynmasium im Stuttgarter Osten hatte bereits im Januar die Eltern über die Kundgebung informiert, Nachfragen habe es danach nur vereinzelt gegeben. „Die Teilnahme ist keine Verpflichtung“, sagt er, die Schulbibliothek bliebe geöffnet und es seien Lehrer da, die zurückbleibende Schüler betreuen würden.

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