Projekt Stadt am Fluss in Stuttgart Diese Varianten für die Uferstraße gibt es

Von Josef Schunder 

Wie könnte die Uferstraße künftig aussehen? Die Gutachter haben drei Varianten mit unterschiedlichen Folgen entwickelt.

Grobe Skizze von Variante C: Wohngebäude  nah am Ufer Foto: Stadt
Grobe Skizze von Variante C: Wohngebäude nah am Ufer Foto: Stadt

Stuttgart - Anfang 2020 möchte die Verwaltung einen städtebaulichen Wettbewerb starten und dabei klären, wie die Stadtwerke Stuttgart Netze – ein Beteiligungsunternehmen von Stadt und EnBW – hier sinnvollerweise einen Sitz für Werkstätten und Verwaltung bekommen könnten. Einen Steg über den Neckar, der eine neue Wasenquerung vom Baugebiet Neckarpark zum Neckar verlängert und einen Weg bis zur Villa Berg erschließt, will die Verwaltung möglichst bis 2024 hinbekommen.

Kooperation mit der EnBW

Der Terminplan für die Gesamtentwicklung an der Uferstraße müsse sicherlich mit der EnBW zusammen aufgestellt werden, sagt Bürgermeister Peter Pätzold. Grund: Die EnBW ist zwischen Berger Steg und altem Kohlekraftwerk der Haupteigentümer und Hauptnutzer des Geländes – mit einem Gaswerk, das mindestens bis etwa 2025 gebraucht wird, und mit einem Gaskessel, den die Stadt als Denkmal erhalten will. Aber auch mit einem neuen Gaskraftwerk beim alten Kohlelager, das langfristig bleibt, wohingegen das alte Kohlekraftwerk in absehbarer Zeit verschwindet.

Überblick über die Varianten

Die Gutachter haben verkehrstechnische und städtebauliche Varianten mit unterschiedlichen Folgen entwickelt. Die Variante A sieht mehr oder weniger tief gelegte Tunnelröhren zwischen Berger Steg und Gaswerk vor, eine mit Erde überdeckte Galerie würde bis zu sieben Meter aufragen. Wie bei Variante C kann der Stadtteil Berg direkt zum Berger Steg „wachsen“. Ertrag: 13,6 Hektar Wohnflächen, 14,7  Hektar Gewerbefläche. Bei Variante C wachsen Tunnelröhren – und auch die Kosten sehr hoch. Hier müsste auch die Talstraße mit ihren Rampen verändert werden. Dafür gäbe es – wegen des Abrückens des Tunnels vom Neckar – große hochwertige Wohnflächen beim Ufer. Bei D entstünden 19 Hektar Wohn- und 4,5 Hektar Gewerbeflächen (ohne Stadtwerke-Sitz). Nur diese Variante für rund 154 Millionen Euro sieht keinen Teilrückbau des Wasserwerks vor. Variante B mit wenig Tunnel und teilweisen Fahrbahnabsenkungen auf bestehender Trasse spielt kaum eine Rolle. Hier gewänne man nur 2,12 Hektar Entwicklungsfläche, nicht knapp 15 Hektar wie bei C.

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