Quartiersentwicklung in Stuttgart EnBW-Werksgelände soll neues Stadtviertel werden
Gemeinsam mit Nachbarn und Stuttgartern will die EnBW den Wohnraum der Zukunft im neuen Quartier Stöckach in Stuttgart Ost bauen.
Gemeinsam mit Nachbarn und Stuttgartern will die EnBW den Wohnraum der Zukunft im neuen Quartier Stöckach in Stuttgart Ost bauen.
Stuttgart - Der Wunschkatalog ist meist größer, als es das Budget zulässt. „Basisdemokratie heißt dann eben auch, dass jeder flexibel sein muss und nicht frustriert sein darf, wenn genau sein Vorschlag nicht berücksichtigt werden kann“, sagt Stefanie von Andrian-Werburg. Sie leitet den Bereich urbane Infrastruktur bei der EnBW und arbeitet derzeit gemeinsam mit Bürgern an dem neuen Quartier am Stöckach in Stuttgart-Ost, das bisher ein EnBW-Werksgelände war und nun zu einem modernen, neuen Stadtviertel werden soll. Gemeinsam deshalb, weil sie der festen Überzeugung ist, dass man den Menschen nichts „überstülpen“, sondern „sie miteinbinden sollte, um zusammen dass Wohnen der Zukunft zu gestalten“, so Andrian-Werburg.
Beispielsweise durch Bürgerworkshops, zu denen alle Nachbarn und Stuttgarter eingeladen sind. „Die Resonanz ist sehr gut. Bei jedem der fünf Workshops hatten wir über 50 Menschen mit dabei“, erzählt Andrian-Werburg. Dabei gehe es darum, die drei großen Themen rund um Neubauten, nämlich Mobilität, Energie und Wohnen so zu verbinden, dass ein lebenswertes Quartier entstehe. „Und das dann so zu gestalten, dass alle Generationen sich dort wohlfühlen“, so die Leiterin.
Alle Ideen werden gesammelt und an die Architekten übergeben. Außerdem werde bei jedem Workshop ein Bürger gewählt, der dann im Sachverständigenrat der EnBW einen Platz mit Stimmrecht hat – „dadurch können sie direkt mitentscheiden, welcher Vorschlag den Zuschlag bekommt“, sagt Andrian-Werburg.