InterviewDrei Fragen an Rasmus Baumann Der Dirigentenlehrer

Von Susanne Benda 

Mahler, Bernstein und ein Doppeljob: Als neuer Chef des Stuttgarter Musikhochschulorchesters dirigiert Rasmus Baumann in der Liederhalle Gustav Mahlers zweite Sinfonie.

Sein großes Vorbild ist Leonard Bernstein: Rasmus Baumann Foto: Pedro Malinowski
Sein großes Vorbild ist Leonard Bernstein: Rasmus Baumann Foto: Pedro Malinowski

Stuttgart - Drei Fragen an den Generalmusikdirektor der Neuen Philharmonie Westfalen, der jetzt als Dirigierprofessor das Stuttgarter Hochschul-Sinfonieorchester leitet.

Herr Baumann, Sie sind neuer Professor für Dirigieren an der Musikhochschule Stuttgart. Warum beginnen Sie mit der „Auferstehungssinfonie“?

Weil Gustav Mahler einer der Gründe dafür ist, dass ich Dirigent geworden bin. Und weil ich als Neuling an der Hochschule durch dieses groß besetzte Werk zwangsläufig viele Menschen kennenlernen kann – und sie mich.

Seit 2014 sind Sie Generalmusikdirektor der Neuen Philharmonie Westfalen. Haben Sie also künftig zwei Jobs?

Ja, die Hochschule wollte unbedingt jemanden haben, der mitten in der Praxis steht. Ich selbst kann nach klassischer Kapellmeister-Ausbildung jetzt mit den Studenten auch über organisatorische und psychologische Aspekte des Dirigierens sprechen und Kontakte vermitteln.

Sie haben eine Vorliebe auch für Musik jenseits des Klassik-Mainstreams. Wollen Sie so das Publikum verjüngen?

Nein. Aber mein großes Vorbild ist Leonard Bernstein, der nur zwischen guter und schlechter Musik unterschieden hat – und das ist auch meine Maxime geworden.

Di, 14. Mai 2019, 20 Uhr, Beethovensaal. Eintritt frei. Ausverkauft; an der Abendkasse gibt es evtl. noch Restkarten.