Regio-Rad-Stuttgart in Ludwigsburg 50 Tester starten die Bewährungsprobe

Der Radweg-Ausbau wie hier in der Marbacher Straße sei der Stadt eine Verpflichtung, sagt Ludwigsburgs  Erster Bürgermeister Konrad Seigfried Foto: factum/Granville
Der Radweg-Ausbau wie hier in der Marbacher Straße sei der Stadt eine Verpflichtung, sagt Ludwigsburgs Erster Bürgermeister Konrad Seigfried Foto: factum/Granville

Bevor das neue interkommunale Radverleihsystem Regio-Rad-Stuttgart im Mai in 15 Städten an den Start geht, wird es auf Herz und Nieren geprüft – von Testfahrern aus Ludwigsburg.

Ludwigsburg: Susanne Mathes (mat)
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Ludwigsburg - So schnell, wie sie ihr Ludwigsburger Testteam zusammen hatte, konnte die Deutsche Bahn Connect kaum schauen. 50 Frauen und Männer, die vor dem offiziellen Auftakt von Regio-Rad im Mai einen knappen Monat lang proberadeln, hatte die Bahn-Tochter gesucht – und sie im Handumdrehen beisammen. „Wir haben uns sehr gefreut, dass das Interesse so groß ist“, sagt eine Sprecherin und sieht das als Indikator dafür, dass das neue Radverleihsystem ankommen wird. Aus den Ludwigsburger Erfahrungen erhofft man sich repräsentative Schlüsse für das gesamte Gebiet von Regio-Rad-Stuttgart.

Das regionale und interkommunale Fahrrad- und Pedelec-Verleihsystem soll zwei bislang nicht miteinander kompatible Mietrad-Angebote zusammenführen: Das ebenfalls von der Bahntochter DB Connect betriebene Call-a-bike in Stuttgart und die vom Leipziger Unternehmen Nextbike unterhaltenen Pedelec-Stationen, mit denen etwa die Städte Bietigheim-Bissingen, Remseck oder auch Ludwigsburg aufwarten. Künftig können Leihradnutzer somit problemlos von einer Kommune in die andere radeln. Inhaber der Polygo-Card – einer Multifunktionskarte für mobile Dienstleistungen – erhalten dabei Vergünstigungen.

Verzögerungen wegen einer Nachprüfung

80 Kommunen hatten sich bei der Ausschreibung für das Call-a-bike-Nachfolgeprojekt die Option gesichert, an dem Verleihsystem teilzunehmen. 15 gehen nach aktuellem Stand direkt im Mai an den Start. Darunter ist Stuttgart mit der größten Flotte von knapp 700 Rädern. Die Drahtesel entwickelte die DB Connect in Eigenregie. Das Augenmerk habe auf Qualität und Benutzerfreundlichkeit gelegen, sagt die Sprecherin, da die Fahrräder ganzjährig im Einsatz seien, jeder Witterung standhalten müssten und mehrmals täglich genutzt würden.

Mit den ebenfalls neu entwickelten Pedelecs hingegen kann die DB Connect nicht termingerecht aufwarten. Weil Nextbike, der unterlegene Mitbieter um den interkommunalen Großauftrag, ein Nachprüfverfahren zur Auftragsvergabe angestrengt hatte, gab es Produktionsverzögerungen.

Bis die neuen Pedelecs da sind, das soll Ende September der Fall sein, bleiben in der Landeshauptstadt die seitherigen roten Call-a-bike-Pedelecs in Betrieb. Städte und Gemeinden, die bisher Nextbike-Pedelecs nutzen, sollen zum Jahresende an das Regio-Rad-Stuttgart angeschlossen werden, die Pedelecs werden dann ausgetauscht. So will DB Connect trotz der Anfangsschwierigkeiten einen möglichst nahtlosen Übergang gewährleisten.




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