Riesenandrang in Böblingen Signierstunde mit Peter Maffay im Marktkauf

Ein strahlender Fan freut sich gemeinsam mit dem Drachen Tabaluga über das signierte Buch von Hendrikje Balsmeyer (links), Peter Maffay und Illustratorin Joëlle Tourlonias. Foto: /Stefanie Schlecht

Neues Kinderbuch: Peter Maffay und seine Lebensgefährtin Hendrikje Balsmeyer kommen zur Signierstunde in den Marktkauf in Böblingen.

Böblingen: Edmund Langner (edi)

Auf diesen Moment hat Pamela Koutny mehr als drei Stunden lang gewartet: Seit 13 Uhr steht sie hier im Böblinger Marktkauf und wartetet auf Peter Maffay. Die 32-Jährige ist die allererste in einer langen, langen Schlange, die sich hinter ihr gebildet hat. Genau wie sie warten dutzende Menschen mit Tabaluga-Luftballonfiguren und Kinderbüchern in der Hand. Sie alle sind gekommen, um ihrem Star ganz nah zu sein.

 

Von 16 bis 19 Uhr sind Peter Maffay und seine Lebensgefährtin Hendrikje Balsmeyer zu Gast im Marktkauf, um dort ihr neues Kinderbuch „Anouk und das Geheimnis der Weihnachtszeit“ vorzustellen und zu signieren. „Mit so einem Andrang haben wir gar nicht gerechnet“, staunt Marktleiter Uwe Hagenlocher, der sich mit dem Marktkauf um den Auftritt in Böblingen beworben hatte. Hintergrund ist eine Kooperation zwischen dem Edeka-Konzern, zu dem auch der Marktkauf gehört, und der Peter-Maffay-Stiftung, die sich für benachteiligte Kinder, Jugendliche und deren Familien einsetzt.

Echter Fan lässt sich Kinderbuch auch ohne eigenes Kind signieren

Das Buch ist bereits das dritte in dieser Gutenachtgeschichten-Reihe, die der 73-Jährige Musiker und seine 36-jährige Lebensgefährtin nach ihrer gemeinsamen Tochter benannt haben. Die bald fünfjährige Anouk ist Namensgeberin der Hauptfigur.

Auch Pamela Koutny aus Echterdingen hat ein Exemplar des Kinderbuchs in der Hand – obwohl sie selbst kein Kind habe und auch die Bücher gar nicht kenne. Das ist ihr aber wohl auch völlig egal. „Ich bin mit Peter Maffay aufgewachsen“, sagt die junge Frau, in deren Elternhaus die Maffay-Hits offenbar rauf und runter liefen. Neben ihr steht die 68-jährige Margarethe Woroch aus Sindelfingen. Sie ist schon ein bisschen länger Maffay-Fan und steht ebenfalls schon bald drei Stunden hier. „Mir tun langsam die Hüften weh“, sagt sie. Bei Gabi Bächle und ihrem Mann Thomas aus Rottenburg ist von Schmerzen dagegen nichts zu sehen. Auch sie sind bereits seit etwa 13.30 Uhr hier. Sie können und wollen auch gar nicht anders: Schließlich haben die zwei sich 1979 bei einem Peter-Maffay-Konzert in der Sporthalle Böblingen kennengelernt.

Schlange stehen mit schmerzenden Hüften

Mit einigen Minuten Verspätung und unter großem Jubel betritt Peter Maffay das Foyer – ganz in Schwarz, klein, dabei aber unheimlich lässig und drahtig. Noch bevor er sich an den Signiertisch setzen kann, empfängt ihn das Sindelfinger Ehepaar Carmen und Friedrich Schneider. Die beiden Mittsiebziger stammen ebenso wie Maffay aus dem rumänischen Kronstadt und kennen ihn seit früher Kindheit. Sie haben sogar ihr Freundschaftsbuch dabei, in das ihr ehemaliger Nachbar sich 1962 eingetragen hatte.

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