Ringen: SG Weilimdorf und KSV Musberg 19 Sekunden fehlen zum Auswärtscoup
Die Ringer der SG Weilimdorf und des KSV Musberg müssen in ihren Ligen die ersten Saisonniederlagen hinnehmen. Hinzu kommt ein Muskelfaserriss.
Die Ringer der SG Weilimdorf und des KSV Musberg müssen in ihren Ligen die ersten Saisonniederlagen hinnehmen. Hinzu kommt ein Muskelfaserriss.
Am dritten Kampftag der Saison ist es passiert: Der Liganeuling SG Weilimdorf hat in der Regionalliga der Ringer die erste Niederlage kassiert. Nach dem Auftakt-Remis in Lahr und dem Heimsieg gegen die WKG Weitenau-Wieslet unterlagen die Nord-Stuttgarter am Samstag beim Meisterschaftsfavoriten KSV Ketsch mit 14:17. „Leider hat gleich der erste von zehn Kämpfen die Vorentscheidung gegen uns gebracht. Ein Sieg wäre hier durchaus drin gewesen, speziell wenn wir komplett hätten antreten können“, sagt der sportliche Leiter Markus Laible.
Betonung auf „wenn“. Komplett waren die Gäste in Nordbaden erneut nicht. Nach wie vor müssen sie auf ihr Aushängeschild Csaba Vida verzichten. Der Ungar, der im vergangenen Oberliga-Jahr 14 Siege in 14 Kämpfen verbucht hat und nun auch eine Klasse höher eigentlich als Punktegarant gilt, hat in dieser Saison aufgrund der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft noch keinen Kampf bestritten. Ärgerlich auch für ihn: Mittlerweile musste er die Teilnahme an den Titelkämpfen in Belgrad aufgrund eines Muskelfaserrisses absagen. In Weilimdorf rechnet man in ein bis zwei Wochen wieder mit ihm. Darüber hinaus fehlte diesmal auch noch Vidas Landsmann Balazs Racz – in seinem Fall wegen einer Verletzung am Sprunggelenk.
Der von Laible angesprochene Schlüsselkampf war dann in der 57-Kilogramm-Klasse: Der Weilimdorfer Yannik Hanke führte gegen Julian Metzger bereits mit 4:0 und steuerte auf zwei Mannschaftspunkte zu, ehe er vom Gegner 19 Sekunden vor Ablauf der Kampfzeit auf die Schultern geworfen wurde und stattdessen ein 0:4 für sein Team in die Wertung ging. Danach half es auch nichts mehr, dass der Aufsteiger die Hälfte aller zehn Kämpfe gewann, nämlich durch Alexander Zentgraf (Überlegenheitssieg), Maximilian Hubl (Disqualifikationssieg), Paul Laible, Ion Plamadeala und Lukas Laible (jeweils Punktsieg). Der Kontrahent hatte die höheren Wertungen.
Wesentlich deutlicher verlief derweil der Wochenend-Auftritt des KSV Musberg in der Oberliga. Der bislang verlustpunktfreie Abschlussdritte der vergangenen Saison kam beim Aufstiegsanwärter SC Korb mit 8:25 unter die Räder. „Wir sind extrem vorgeführt worden. Jetzt wissen wir wieder, wo wir uns wirklich einzuordnen haben“, sagt der Trainer Markus Scheibner, dessen Team zwischenzeitlich mit 0:22 im Rückstand lag. Zurückzuführen war die klare Unterlegenheit der Gäste freilich auch auf das Fehlen von vier Leistungsträgern: Radoslav Marcinkiewicz (bei der WM im Einsatz), Valentin Lupu, Angelos Apostolidis (beide an der Schulter verletzt) und Andreas Böpple (leicht angeschlagen) standen nicht zur Verfügung.
„Uns war klar, dass es in dieser personellen Besetzung gegen einen stark aufgerüsteten Titelfavoriten bitter werden könnte, aber das Ergebnis war doch höher, als ich gedacht hatte“, sagt Scheibner. Eigene Siege gelangen schließlich nur Julian Kellermann, André Ehrmann (beide nach Punkten) und Adrian Moise (Schulter).