Ryanair Nach dem Streik will die Billigflug-Airline durchstarten

Von red/dpa 

Bei Ryanair soll nach dem Streik zunächst der Normalbetrieb wieder laufen. Weitere Gesprächstermine haben die streitenden Parteien noch nicht verabredet.

Der Billigflieger hatte 150 Verbindungen abgesagt. Foto: dpa
Der Billigflieger hatte 150 Verbindungen abgesagt. Foto: dpa

Frankfurt/Dublin - Nach dem Streik seiner in Deutschland stationierten Piloten und Flugbegleiter will der Billigflieger Ryanair am Donnerstag zum Normalbetrieb zurückkehren. Geplant sind rund 400 Flugbewegungen von und nach Deutschland. Die Gewerkschaften haben das Streikende für 02.59 Uhr angekündigt und damit weit vor den ersten geplanten Starts.

Ryanair-Organisationschef Peter Bellew hatte sich am Mittwoch optimistisch gezeigt, das volle Programm abfliegen zu können. Man habe wegen der Flugausfälle sogar Zeit für vorgezogene Wartungsarbeiten gehabt.

Gewerkschaft berichtet von hoher Streikbeteiligung

An dem 24-Stunden-Streik hatten sich Piloten und Flugbegleiter an vielen Standorten beteiligt. Die Gewerkschaften Vereinigung Cockpit und Verdi berichteten von einer sehr hohen Beteiligung. Ryanair hatte 150 Verbindungen am Mittwoch abgesagt. Die meisten Flugausfälle gab es an den größten Standorten Frankfurt und Berlin.

Für die Piloten war es nach einem ersten Streiktag im August gegen Ryanair bereits die zweite Welle, während die Flugbegleiter erstmals die Arbeit niedergelegt haben. Beide Berufsgruppen fordern höhere Gehälter und neu strukturierte Arbeitsverhältnisse, etwa planbare Einsatzzeiten.

Ryanair hält seine Drohung aufrecht

Neue Verhandlungstermine stehen noch nicht fest, obwohl beide Seiten ihre Gesprächsbereitschaft betont haben. Inhaltliche Annäherungen waren am Streiktag nicht zu erkennen. Ryanair hielt seine Drohung aufrecht, bei einer Ausweitung der Streiks den Abzug einzelner Maschinen und der damit verbundenen Jobs zu prüfen. Ryanair-Chef Michael O’Leary nannte die Forderungen der deutschen Gewerkschaften teils „aberwitzig“.