S-21-Bebauungsplan Schuster stellt die Weichen

Von dpa/lsw 

Die Stadt Stuttgart will im Herbst die Weichen für die Zukunft der Flächen stellen, die im Zuge von Stuttgart 21 frei werden sollen.

 Foto: Zweygarth
Foto: Zweygarth

Stuttgart - Die Stadt Stuttgart will im Herbst die Weichen für die Zukunft der Flächen stellen, die im Zuge der geplanten Tieferlegung des Hauptbahnhofs frei werden sollen. Dies kündigte Oberbürgermeister Wolfgang Schuster (CDU) am Freitag an. Zunächst müsse aber der Gemeinderat entscheiden. Die durch den Gleisabbau freiwerdenden Flächen sollten den Spekulanten entzogen werden. Deshalb schlagen zwei Rechtsgutachten vor, die rund 100 Hektar in einen städtischen Eigenbetrieb einzubringen. Zuerst war diskutiert worden, die Grundstücke in eine Stiftung auszulagern. „Ein Kommune darf nichts verschenken“, sagte Schuster.

Die Stiftung soll nun aber unter der Beteiligung der Bürger für die Planung verantwortlich sein. Bei dem Gebiet handele es sich um eine wichtige Entwicklungsfläche. Das Thema müsse sorgfältig angegangen werden. Schuster kann sich vorstellen, dass sich die Stiftung nicht nur mit dem als Rosenstein-Areal bezeichneten Gebiet befasst, sondern auch mit anderen Flächen in der Stadt, die in Zukunft anders genutzt werden sollen. „Das Thema Rosenstein wird sich erst im Laufe des Jahrzehnts in den Vordergrund schieben.“ Es sollte diskutiert werden, ob die Stiftung nicht den Titel Zukunftswerkstatt trage. Die Bürgerbeteiligung solle besser politisch und rechtlich verankert werden.

Schuster will die Stiftung mit einem Kapital von einer Million Euro ausstatten. Auf der durch den Bahnhofsumbau freiwerdenden Flächen sollen keine Luxusquartiere entstehen, sondern lebendige familienfreundliche Quartiere. Falls der Bahnhof gebaut wird, sollen ab dem Jahr 2020 die Bagger anrollen. Es dauere zwischen 15 bis 20 Jahre bis das gesamte Gebiet neu gestaltet sei. Das Investitionsvolumen betrage zwischen vier bis fünf Milliarden Euro. Die Stadt hatte die 100 Hektar einst für 470 Millionen Euro gekauft. Mit dem Konzept will die Stadt einen Teil des Schiedsspruchs von Stuttgart-21-Schlichter Heiner Geißler umsetzen.

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