Saisonkalender Mai Erdbeeren – fünf Fakten über die rote Vitaminbombe

Von Johanna Eberhardt 

Sie sind klein, rot und haben es in sich: Erdbeeren haben mehr Vitamin C als Orangen, wenn sie richtig reif sind und dabei kaum Kalorien. Weitere wissenswerte Fakten lesen Sie in unserem Überblick.

Wenn es Erdbeeren gibt, ist der Sommer nicht weit. Lesen Sie wissenwerte Fakten über die roten Früchte in der Bildergalerie. Foto: dpa
Wenn es Erdbeeren gibt, ist der Sommer nicht weit. Lesen Sie wissenwerte Fakten über die roten Früchte in der Bildergalerie. Foto: dpa

Mannheim - Wenn es Erdbeeren gibt, ist der Sommer nicht weit: Im Mai haben die süßen Früchte Hochsaison. Wir haben fünf Fakten über die roten Beeren zusammengestellt:

1. Anbaugebiet: Baden-Württemberg an dritter Stelle

Deutschlandweit haben im vergangenen Jahr 2255 Betriebe auf einer Gesamtfläche von 17 806 Hektar 135 283 Tonnen Erdbeeren geerntet. Die größten Flächen liegen in Niedersachsen (3727 Hektar), Nordrhein-Westfahlen (3599) und Baden-Württemberg. Hier haben 590 Erzeuger auf knapp 3575 Hektar fast 21 330 Tonnen Beeren geerntet. Die meisten davon sind im Freiland gewachsen. Etwa 30 Prozent der Ernte werden direkt vermarktet. Der Rest geht in den Lebensmitteleinzelhandel oder wird von Erzeugerorganisationen gesammelt. Die Hauptanbaugebiete liegen in Süd-, Mittel- und Nordbaden.

2. Die Erzeuger: Zahl der Bauern ist rückläufig

Bis 2014 hat die Zahl der Erdbeeranbauer deutschlandweit wie im Südwesten kontinuierlich zugenommen, seitdem ist sie wieder rückläufig. Gründe dafür sind nach Angaben des Verbands der süddeutschen Spargel und Erdbeererzeuger die schlechten Erdbeerjahre 2016 und 2017 – verursacht durch Nässe und Frost – sowie höhere Lohn- und Produktionskosten. Dadurch stiegen auch die Preise.

3. Herkunft: Walderdbeeren schon bei den Germanen

Funde in Schweizer Pfahlbauten belegen, dass sich Walderdbeeren schon bei germanischen Völkern in vorgeschichtlicher Zeit großer Beliebtheit erfreuten. Im Mittelalter wurden die Walderdbeeren dann auch kultiviert. Die heutigen großen Gartenerdbeeren stammen allerdings nicht von den Waldfrüchten ab, sondern haben ihren Ursprung in großfruchtigen wilden Beeren aus Nord- und Südamerika. Eine von ihnen, die Scharlach-Erdbeere, hatten französische Siedler im 17. Jahrhundert am Sankt-Lorenz-Strom entdeckt, von wo sie nach Europa kam und zunächst vor allem in Botanischen Gärten kultiviert wurde. 1714 brachte dann der Franzose Amédée-François Frézier aus Südamerika die Chile-Erdbeere nach Europa. Aus der Kreuzung der beiden entstanden die heute hier angebauten Sorten.

4. Inhaltstoffe: Mehr Vitamin C als Orangen

Erdbeeren sind kalorienarm. Neben viel Wasser enthalten sie auch viele Vitamine. Sie haben – besonders, wenn sie wirklich reif sind – mehr Vitamin C als Orangen und Zitronen. Außerdem sind sie reich an Folsäure, enthalten viel Vitamin A, E und K. Dazu kommen die Mineralstoffe Jod, Magnesium, Eisen und Phosphor und sekundäre Pflanzenstoffe.

5. Haltbarkeit: Schnell verderblich

Erdbeeren sind empfindlich und verderben schnell. Sie vertragen keine große Hitze und keinen Druck. Auch beim Waschen ist Vorsicht ratsam, weil sie dabei Duft und Aroma einbüßen. Gezuckert und kann man sie kurze Zeit ziehen lassen – doch gute Früchte brauchen keinen Zucker.