Satirepartei will in Stuttgart punkten Die Partei tritt zur Kommunalwahl an

Ina Schumann will ihr Mandat im Rat für Die Partei verteidigen. Foto: Die Partei/Madlen Rieck

Die Satirepartei legt eine Liste mit 60 Kandidierenden vor. Ina Schumann will ihr 2019 erstmals errungenes Mandat verteidigen.

Auch die Satirepartei Die Partei will im nächsten Stuttgarter Gemeinderat vertreten sein. 2019 trat sie erstmals an, damals erreichte sie mit 205 535 Stimmen 1,5 Prozent und damit einen Sitz, den Ina Schumann einnahm. Zusammen mit weiteren Stadträten anderer Listen bildete sie die Fraktion Puls (fünf Sitze). Die 37-jährige Lehrerin in Elternzeit steht erneut an der Spitze der 60 Köpfe zählenden Liste. Zum Spitzentrio zählen außerdem der Auszubildende Julian Heinkele (34) und Daniel Kannenberg (45), der als Veranstaltungstechniker in einem Sozialunternehmen arbeitet.

 

„Wir haben auch keine Lösung“

„Wir richten uns mit unserer Liste an alle Bürgerinnen und Bürger, alle Bevölkerungsgruppen haben ein Recht darauf, sich im Gemeinderat wiederfinden zu können“, so Fabian Westenberg, der selbst auf dem sechsten Platz kandidiert. Co-Vorsitzende Maren Simko-Zoffer (Listenplatz 7) lobte die vielen Neuzugänge auf der Liste. Man habe viele Personen gewinnen können, die bisher nicht in der Partei verortet waren. Ideologisch stehe man für eine „uneingeschränkt ehrliche Politik“.

Für die widersprüchlichen Wünsche der Stuttgarter Bürger – Klimakrise bewältigen, aber Auto fahren, gegen Gentrifizierung sein, aber keine Geflüchtetenunterkunft in der Nachbarschaft wollen und bezahlbar wohnen auf 100 Quadratmeter pro Person – habe „auch Die Partei keine Lösung“, heißt es mit entwaffnender Offenheit und mutmaßlich satirefrei in der Pressemitteilung des Kreisverbands. Sicher sei jedenfalls, dass das Die Partei eigene Prestigeprojekt „Stausee21“, die Flutung des Stuttgarter Talkessels, weiterhin im Fokus liege. Am 3. Mai will sich Die Partei bei einer Lesung ihres Europa-Spitzenkandidaten Martin Sonneborn mit der Autorin Sibylle Berg im Wizemann auf die Wahl einstimmen.

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